Irina Pabst
deutsche Aktivistin in der AIDS-Hilfe
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Irina Pabst (* 2. Dezember 1928 in Berlin; † 1. Mai 2004 ebenda; eigentlich Irina von Udinzeff) war eine Filmschauspielerin und Modedesignerin russischer Abstammung, die in Berlin lebte. Sie wurde auch durch ihr Engagement in der AIDS-Hilfe bekannt.
Leben und Wirken
Irina Pabst wurde in Berlin als Kind russischer Emigranten geboren. Ihr Vater war der weißgardistische Oberst Franz von Udinzeff, der vor der russischen Revolution geflohen war.
Nach dem Abitur studierte sie Sprachen an der Humboldt-Universität und besuchte eine Schauspielschule. Unter ihrem Künstlernamen „Irina Garden“ spielte sie zwischen 1952 und 1956 in einigen deutschen Filmen mit; ihr bekanntester Film ist Die Spur führt nach Berlin. 1955 heiratete sie Pierre Pabst, den späteren Leiter des Zentrallektorats im Axel Springer Verlag, und zog sich kurz darauf ins Privatleben zurück. 1993 initiierte sie die erste karitative Gala zugunsten der AIDS-Hilfe in der Deutschen Oper in Berlin. Im Jahr 2000 erhielt sie für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz,[1] 2001 wurde sie mit dem Berliner Bären, einem Kulturpreis der Tageszeitung B.Z., ausgezeichnet.
2004 nahm sich Irina Pabst das Leben.[2] Sie wurde auf dem russischen Friedhof in Berlin-Tegel (Bezirk Reinickendorf) beigesetzt.[3]
Filmographie
- 1952: Die Spur führt nach Berlin
- 1954: Die sieben Kleider der Katrin
- 1954: Der Zarewitsch
- 1955: Ihre große Prüfung
- 1955: Die Wirtin an der Lahn
- 1956: Frucht ohne Liebe
Weblinks
- Gedächtnisstätte Irina Pabst. Friedparks: Friedhof der Heiligen Konstantin und Helena Kirche,
- Irina Pabst bei IMDb
- Waltraud Schwab: Letzter Ausweg Tod. In: taz. 4. Mai 2004 (Nachruf).
- Irina Pabst bei whoswho.de
- Von I. Pabst entworfenes Kleid bei metmuseum.org