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Iris (Schiff, 1976)

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Die Iris (auch CS Iris) war ein 1976 gebauter britischer Kabelleger der British Telecom, den die Royal Navy 1982 im Falklandkrieg als Transporter und Depeschenboot einsetzte. Nach dem Krieg kehrte er in den Dienst als Kabelleger zurück und wurde 2003 abgewrackt.

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Iris
Kabelleger Iris im Jahr 1979
Kabelleger Iris im Jahr 1979
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Kabelleger
Heimathafen Southampton
Eigner British Telecom
Bauwerft Robb Caledon Shipbuilders, Dundee
Baunummer 565
Stapellauf 2. Oktober 1975
Indienststellung 28. Juni 1976
Verbleib ab 24. Januar 2003 in Alang abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 95,43 m (Lüa)
Breite 15,04 m
Tiefgang (max.) 8,87 m
Vermessung 3.874 BRT, 1.494 NRT
 
Besatzung 63
Maschinenanlage
Maschine 2 × British Polar Engines-Dieselmotoren
Maschinen­leistung 5200 bhp
Höchst­geschwindigkeit 15,0 kn (28 km/h)
Propeller 2
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 2.151 tdw
Sonstiges
Registrier­nummern IMO-Nr. 7341207
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Geschichte

Als Ersatz für die noch aus den Jahren 1939 und 1940 stammenden Kabelleger Ariel und Iris bestellte die staatliche Britische Telecom zwei moderne Nachfolgebauten bei der Werft Robb Caledon Shipbuilders im schottischen Leith. Beide Schiffe waren eigens für Reparaturen ausgelegt. Die Kiellegung des zweiten der beiden Schwesterschiffe erfolgte im Zweigbetrieb der Werft in Dundee unter der Baunummer 565. Beim Stapellauf am 2. Oktober 1975 übernahm das neue Schiff den Namen Iris der Vorgängerin, die anschließend außer Dienst gestellt wurde.[1][2][3]

Das Schiff wurde mit dem Heimathafen Southampton registriert. Aufgabe des Kabellegers und des Schwesterschiffes Monarch war die Reparatur und Instandhaltung der Seekabel zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland sowie nach Amerika. Ihre Einsatzgebiete befanden sich rund um die britischen Inseln bis zum Kap St. Vincent, dem atlantischen Kontinentalschelf und dem Skagerrak.[2] In der Regel reparierten die beiden Schiffe rund 80 Seekabel im Jahr.[4]

Nach der argentinischen Besetzung der Falklandinseln ab 2. April 1982 requirierte das Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs die Iris am 24. April, um sie aufgrund ihrer guten Seeeigenschaften auch bei schwerem Wetter für Unterstützungsaufgaben im Südatlantik einzusetzen. Beim Umbau in der Marinebasis Devonport erhielt sie einen größeres Landedeck für die Aufnahme von Sea King-Hubschraubern, militärische Kommunikationseinrichtungen, zusätzliche Tanks, Mannschafts- und Gefangenenquartiere sowie zwei 20-mm-Flugabwehrgeschütze.[4][5]

Sie wurde zunächst über Ascension mit Marines nach Südgeorgien beordert, die sie dort absetzte und transportierte Stahlplatten sowie Gasbehälter von der früheren Walfangstation zum Werkstattschiff Stena Seaspread.[6][7] Anschließend beförderte sie Personal, Post und Nachschubgüter von Ascension in das Kampfgebiet. Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Bergung von aus der Luft abgeworfenem eiligen Nachschub.[8] Nach dem Krieg kehrte sie am 30. November 1982 nach Southampton zurück.[9]

Nach Entfernung der Umbauten nahm sie den Dienst als Kabelleger von Southampton aus wieder auf. Als 1983 der britische Telekommunikationsdienst privatisiert wurde, wurden die Iris und ihr Schwesterschiff an die neue Muttergesellschaft „BT International“ übertragen, die 1990 ihren Namen in „BT (Marine)“ änderte. 1994 wurden beide Schiffe an Midland Montague Leasing verkauft und an Cable & Wireless (Marine) Ltd. verchartert. Als die Cable & Wireless-Flotte 1999 an Global Marine Systems Ltd. verkauft wurde, übernahm das Unternehmen auch die Charter und verlegte seinen Stützpunkt nach Portland Harbour in Dorset.[2] 2003 wurde das Schiff im indischen Alang abgewrackt.[1]

Technische Daten

Die Länge des Schiffes betrug 95,43 Meter, es war 15,04 Meter breit und wies einen Tiefgang von 8,87 Metern auf. Es hatte eine Vermessung von 3874 BRT bzw. 1494 NRT bei einer Tragfähigkeit von 2151 Tonnen. Der Antrieb bestand aus zwei Dieselmotoren des Herstellers British Polar Engines aus Glasgow, die 5200 bhp leisteten und auf zwei Schrauben wirkten. Das Schiff erreichte eine Geschwindigkeit von 15,0 Knoten. Die Besatzung bestand aus 63 Mann.[3][4][10][1][2]

Literatur

  • Dieter Vierus: Kabelleger aus aller Welt. transpress Verlag, Berlin (Ost) 1989, ISBN 3-344-00394-1.
  • Roger Villar: Merchant Ships at War: The Falklands Experience. Conway Maritime Press, London 1984, ISBN 978-0-85177-298-1.
  • David Brown: The Royal Navy and the Falklands War., Leo Cooper, London 1987, ISBN 0-85052-059-2.
Commons: CS Iris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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