Isartor City

Shopping- und Entertainment-Center am Isartorplatz in München From Wikipedia, the free encyclopedia

Isartor City, ursprünglich Rieger City, ist der Name eines als „Shopping- und Entertainment-Center“ konzipierten Gebäudekomplexes am Isartorplatz in München.[1] Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1993.[2]

Schnelle Fakten
Isartor City
Basisdaten
Standort: Isartorplatz in München
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Rieger City

Der Hauptteil eines bereits bestandenen Häuserblocks am Isartorplatz, Haus 8 bis 10, wurde mit fünf Ober- und vier Untergeschossen total umgebaut.[3] Es umfasste einen Filmpalast mit sieben Kinosälen mit 1430 Sitzen. Nach Angabe des Entwicklers sollte eine „neue Erlebnisgastronomie“ die Schaufensterauslagen auch noch nach Geschäftsschluss in den Mittelpunkt stellen. Die Restaurants und das Bistro, das Kino und das aufeinander abgestimmte Ladenkonzept sollten das Einkaufen „zum Erlebnis“ machen. Glasdächer in einer lichtdurchfluteten Passage bis zum Untergeschoss, der aufwändig begrünte Innenhof mit sonniger Terrasse sollen laut einer Vorabbroschüre einen „einzigartigen Flair“ verleihen. Zu den Ladengeschäften und Cafés kamen 12.000 m² Bürofläche, aufgeteilt in verschieden große Einheiten, hinzu. Bauherr war der Konzern Philipp Holzmann.[4] Die Konzeptentwicklung und die Umsetzung übernahm das Architekturbüro Peter Lanz.[1]

Etwa die Hälfte der Fläche belegte die namensgebende Firma Rieger Pelze.[5]

Isartor City

Isartor City und Isartor (2020)

Zwischen Februar 2009 und Dezember 2010 wurde Rieger City im Teilbereich von etwa 8000 m² durch ein Schweizer Unternehmen nahezu komplett entkernt. Bei in Teilen weiter laufendem Geschäftsbetrieb wurde es zu einem rund 8500 m² großen „Abenteuer-Kaufhaus“ für die erste deutsche Filiale des Schweizer Outdoor-Ausstatters „Globetrotter“ umgebaut. Der Bereich betraf hauptsächlich das ehemalige Pelzhaus Rieger und die gesamte Einkaufspassage.[3] Das bestehende Gebäude war verschachtelt, mit vielen kleinen Einzelflächen und unterschiedlichsten Deckenhöhen errichtet worden. Diese Kleingliedrigkeit hatte eine Weiternutzung des Gebäudes am Isartor in der bisherigen Form schwierig gemacht und es war einige Jahre ungenutzt geblieben. Die Firma Globetrotter warb mit Kanubecken, Kletterwand, Höhen-Kältekammer und einer Regenkammer.[6][7]

Aus einem für eine Fernsehproduktion ungewöhnlich kleinen Raum im Untergeschoss wurde zeitweilig die Comedy-Show Bullyparade gesendet, die vom 24. Mai 1997 bis 2002 auf dem Fernsehseder ProSieben lief.[8]

Ende Juli 2009 verließ das Pelzhaus Rieger das von ihr namengegebene Gebäude und zog zur Residenzstraße um.[4] Die internationale Anwaltskanzlei Taylor Wessing zog wieder in den Büroteil.[9][10]

Im Jahr 2011 erwarb die private Vermögensverwaltung Rock Capital aus Grünwald den wohnwirtschaftlichen Teil der ehemaligen Rieger City in der Rumford- und Frauenstraße mit 70 Wohn- und Ladeneinheiten mit rund 6000 m² Wohn-/Nutzfläche sowie der viergeschossigen Tiefgarage. Ein Teil der Häuser steht unter Denkmalschutz und war im Zusammenhang mit dem Neubau der gesamten Anlage kernsaniert worden. Der gewerbliche Teil verblieb im Bestand des Verkäufers. Der Verkäufer der Wohnanlage war eine amerikanische Investmentgesellschaft.[10]

Im Jahr 2014 erwarb die Allianz Real Estate das Objekt von UBS Real Estate, bereits unter dem neuen Namen „Isartor City“. Laut Marktkreisen lag der Kaufpreis bei gut 120 Mio. Euro. UBS hatte die Immobilie 2011 erworben.[11]

Parkhaus Rieger City

Wesentlich präsent ist der Name Rieger heute noch mit dem „Parkhaus Rieger City“ beziehungsweise „Parkgarage Rieger City“, Frauenstraße 38. Es wird mit der Zentrumslage und der Lage zwischen dem Isartor und dem Viktualienmarkt beworben. Sie umfasst 456 Stellpätze.[12] Die Parkgarage verfügt über eine durchgängige Videoüberwachung, ein Notrufsystem, spezielle Frauenparkplätze sowie Behindertenparkplätze, einen Personenlift und Ladestationen für E-Fahrzeuge. Die Zahlung erfolgt mit Bargeld, Kreditkarte oder per ParkNow-App.[12]Stand 2025

Siehe auch

Commons: Rieger City – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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