Issani (Stadtteil)
Stadtteil des Stadtbezirks Issani von Tiflis
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Issani (georgisch ისანი englisch Isani) ist ein Stadtteil am linken Kura-Ufer im Südosten der georgischen Hauptstadt Tiflis. Er gehört zum gleichnamigen Bezirk Issani.


Bereits im 8. Jahrhundert befand sich in Issani ein Gefängnis namens Satusago. Im Jahr 853 wurde die aus Kiefernholz errichtete Festung Soghdebili während eines Angriffs niedergebrannt. An ihrer Stelle errichteten die Araber im 9. Jahrhundert die stark befestigte Festung Issan-Hissar, deren Name später auf das umliegende Gebiet überging und schließlich zur Bezeichnung des Stadtteils wurde.[1]
Georgische Chroniken aus dem Mittelalter erwähnen mehrfach Ereignisse in Issani. Zum Beispiel scheiterte König Bagrat IV. nach der Eroberung von Tiflis daran, das linke Ufer der Kura zu erreichen, weil die Bewohner von Issani ihm die Überquerung des Flusses verwehrten. Im Jahr 1184 befand sich Königin Tamar in der Festung Issani, als sie vom Tod ihres Vaters, König Giorgi III., erfuhr. Im Folgejahr bat der Staatsmann Kutlu-Arslan darum, sein Zelt im Tal von Issani aufschlagen zu dürfen.[1]
Im 12. und 13. Jahrhundert befand sich in Issani ein königlicher Palast. Im 12. Jahrhundert wurde zudem eine Kirche zu Ehren der Gottesmutter errichtet, die Metechi-Kirche. Deswegen wurde der Stadtteil Issani im späten Mittelalter zunehmend als Metechi bezeichnet, während das sogenannte „Feld Issani“ den Namen Awlabari annahm.[1]