Ittenberg

Ortslage in Sulzbach an der Murr From Wikipedia, the free encyclopedia

Ittenberg ist Weiler[2] und ein Ortsteil der Gemeinde Sulzbach an der Murr in baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Der Ort liegt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.

Schnelle Fakten Gemeinde Sulzbach an der Murr ...
Ittenberg
Koordinaten: 48° 59′ N,  30′ O
Höhe: 460 m ü. NN
Einwohner: 51 (12. Juni 2020)[1]
Postleitzahl: 71560
Vorwahl: 07193
Ittenberg (Baden-Württemberg)
Ittenberg (Baden-Württemberg)
Lage von Ittenberg in Baden-Württemberg
Ittenberg, von Süden aus gesehen
Ittenberg, von Süden aus gesehen
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Geographie

Ittenberg liegt südlich der Murr auf einer Hochebene auf etwa 460 m Höhe im Murrhardter Wald. Die umliegenden Ortslagen sind der ebenfalls auf Ittenberger Markung liegende Eschelhof im Süden, Siebenknie im Südosten, Sulzbach an der Murr im Norden, Oppenweiler im Westen und die Wüstung Einsiedel im Südwesten. In Ittenberg entspringt der Ittenberger Bach, ein Zufluss der Murr. An dem Bach befand sich die abgebrochene Ittenberger Sägmühle.

Geschichte

Ittenberg wurde früher auch „Ickenbach“ genannt, „Icken“ ist ein alter Name für „Eschen“.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1376, weitere Erwähnungen liegen aus den Jahren 1509, 1575 und 1590 vor. Im Lagerbuch von 1590 werden fünf Häuser, fünf Scheuern, eine Hofstatt und fünf Familiennamen erwähnt. Auf der Markung gab es drei Lehen, die dem Kloster Murrhardt gehörten.

Jeder Teilort von Sulzbach war innerhalb seiner Markungsgrenzen eine selbständige Verwaltungseinheit, die selbst für ihre Belange sorgen musste. Ittenberg gehörte zum unteren Sulzbacher Amt.[3]

16. Jahrhundert

In Ittenberg wurden etwa 68 Morgen Äcker und 19 Morgen Wiesen bewirtschaftet.

An das Kloster Murrhardt musste der große, an den Pfarrer von Sulzbach der kleine Zehnt gezahlt werden. An den Pfarrer ging außerdem noch der Heuzehnt, der 9 Sommerhühner betrug. Der Hellerzins umfasste 6 Pfund Heller. An Naturalabgaben mussten 3 Malter Hafer (etwa 700 Liter), 4 Imi Öl (etwa 60 Liter), 6 Fastnachtshennen und 18 Käselaibe geleistet werden.

Schule

Eine Schule gab es in Ittenberg seit 1797. Der Handwerker, der nebenberuflich Lehrer war, bekam jährlich sieben Gulden Sold. Unterrichtet wurde nebst einfachem Rechnen und Schreiben hauptsächlich das Auswendiglernen von Kirchenliedern und Sprüchen.[4]

Einwohnerentwicklung

  • 1810: 80 Einwohner[5]
  • 1828: 74 Einwohner[6]
  • 1847: 92 Einwohner[7]
  • 1854: 96 Einwohner[8]
  • 1866: 104 Einwohner[9]
  • 1871: 104 Einwohner[10]

Literatur

Politik

Trotz seiner geringen Bevölkerungszahl hatte Ittenberg im 19. Jahrhundert Schultheißen. Oft stellten die wohlhabenden und angesehenen Landwirte die Schultheißen, die man daher umgangssprachlich auch Bauraschultes (Bauernschultheiß) nannte. Erst 1930 wurde in Württemberg die Amtsbezeichnung Schultheiß amtlich durch Bürgermeister ersetzt.

Liste der Schultheißen und Bürgermeister (unvollständig; Amtszeiten oft unklar):

  • 1810: Georg Adam Kübler[5]

Einzelnachweise

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