Ivana Fleischer
slowakische Chemikerin und Hochschullehrerin
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Ivana Fleischer (* 1978 in Poprad als Ivana Fabková) ist eine slowakische Chemikerin und Hochschullehrerin an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Leben und Wirken
Fleischer studierte ab 1997 Chemie an der Comenius-Universität Bratislava, wo sie 2002 mit einer von Štefan Toma betreuten Masterarbeit über die Ferrocen-Synthese ihr Diplom erwarb. Nach ihrer Elternzeit trat sie 2006 eine Stellung als Forschungsassistentin und Doktorandin bei Andreas Pfaltz an der Universität Basel an. Dort wurde sie 2010 mit der Arbeit Combinatorial Organocatalyst Development and Screening of Conjugate Additions summa cum laude zur Dr. rer. nat. promoviert. Sie schloss sich in der Folge als Postdoktorandin der Forschungsgruppe von Matthias Beller am Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock an. Dort entwickelte sie unter anderem neue Katalysatoren auf Rutheniumbasis für Hydroformylierungsreaktionen. Ab 2013 leitete Fleischer an der Universität Regensburg selbst eine Forschungsgruppe. Im April 2017 wechselte sie als Juniorprofessorin an die Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker verlieh Fleischer 2018 den ORCHEM-Preis für die selektive Funktionalisierung von Olefinen und Carbonsäurederivaten.[1] 2019 erhielt sie den Dr. K.H. Eberle Preis.[2] Seit April 2023 hat sie in Tübingen einen ordentlichen Lehrstuhl für organische Chemie inne.[3]
Forschung
Fleischers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Verwendung von Nicht-Edelmetallen wie Nickel oder Eisen als Katalysatoren chemischer Reaktionen. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Schwefelverbindungen. In diesem Bereich leitete sie unter anderem die von der DFG geförderten Forschungsprojekte Homogen katalysierte C-O-Bindungsspaltung und verwandte Reaktionen, B-Cat: Katalytische Prozesse zur effizienten Energiefreisetzung aus MOST-Verbindungen und Nickel-katalysierte C-S-Kupplung anspruchsvoller Substrate.[4]
Weblinks
- Ivana Fleischer bei der Universität Tübingen