Iván Cepeda Castro
kolumbianischer Menschenrechtsanwalt und Politiker
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Iván Cepeda Castro (* 1962 in Bogotá) ist ein kolumbianischer Politiker, Philosoph und Menschenrechtsanwalt. Er ist der Kandidat der Partei Historischer Pakt für die Präsidentschaftswahl 2026.[1] Seit 2014 ist Cepeda ein Senator in Kolumbien. Von 2009 bis 2025 war er Mitglied der Partei Polo Democrático Alternativo (PDA), für welche er außerdem von 2010 bis 2014 Mitglied des Repräsentantenhauses war.

1994 wurde Cepedas Vater, der kommunistische Senator Manuel Cepeda Vargas, ermordet. Sein Mord wurde Paramilitärs mit Verbindungen zum kolumbianischen Militär zugeschrieben. 2005 gründete Cepeda mit anderen die Nationale Bewegung der Opfer staatlicher Verbrechen (MOVICE), welche einen Zusammenschluss vieler Opferorganisationen darstellt.[2]
2009 veröffentlichte er zusammen mit Jorge Rojas das Buch A las puertas de El Ubérrimo über die Netzwerke der Paramilitärs im Departamento Córdoba. Das Buch wurde ein Bestseller in Kolumbien.
Wegen Drohungen gegen ihn wurde er von Mitarbeitern der Peace Brigades International (PBI) begleitet.
Weblinks
- Knut Henkel: „Ohne Begleitung wäre ich schon tot“. Bedrohter kolumbianischer Abgeordneter. In: die tageszeitung. 27. Oktober 2011, abgerufen am 27. Oktober 2011 (Interview mit Iván Cepeda Castro über die Bedeutung der Peace Brigades International (PBI) für seine Sicherheit).
- Knut Henkel: „Zivilgesellschaft erhebt ihr Haupt“. Verhandlungen mit Farc-Rebellen. In: die tageszeitung. 20. November 2012, abgerufen am 21. November 2012 (Interview mit Iván Cepeda Castro zu den Friedensverhandlungen der FARC mit der Regierung).