Izabela Kloc
polnische Politikerin
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Izabela Helena Kloc (* 8. Mai 1963 als Izabela Helena Lazar in Mikołów) ist eine polnische Politikerin (SKL, AWS, PP, PiS). Von 2005 bis 2014 und von 2015 bis 2019 war sie Abgeordnete des Sejm in der V., VI., VII. und VIII. Wahlperiode. Von 2014 bis 2015 gehörte sie dem Senat der Republik Polen und von 2019 bis 2024 dem Europaparlament an.

Leben und Beruf
Kloc schloss 1997 ein Theologiestudium an der Katholischen Universität Lublin und ein Studium der Pädagogik an der Schlesischen Universität in Katowice ab. Danach arbeitete sie als Lehrerin in einer Grundschule in Pszczyna, später im Katowicer „Palast der Jugend“. 1997 wurde sie Direktorin des privaten Allgemeinbildenden Lyceums des Związek Górnośląski (Oberschlesischer Bund). 1999 wurde sie Beraterin im Regionalen Zentrum für Erziehungsmethodik „Metis“ in Katowice. Sie war Kolumnistin des Internetportals wPolityce.pl.[1]
Politik
Kloc gehörte zunächst der Stronnictwo Konserwatywno-Ludowe (SKL) an, danach trat sie der Przymierze Prawicy (PP) bei. Später wurde sie Mitglied der Prawo i Sprawiedliwość (PiS) zu werden. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde sie auf der Liste des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność, an dem sich die SKL beteiligt hatte, in den Sejmik der Woiwodschaft Schlesien gewählt. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 wurde sie für das Wahlkomitee Rodzina, Wspólnota, Sprawiedliwość Kreisrätin des Powiat Pszczyński.[2]
Bei der Parlamentswahl 2001 kandidierte sie erfolglos für die PP auf der Liste der PiS zum Sejm.[3] Auch bei der Europawahl 2004 errang sie kein Mandat.[4] Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde sie dann über die Liste der PiS für den Wahlkreis Rybnik Abgeordnete des Sejm.[5] Bei den Parlamentswahlen 2007 wurde sie mit 14.077 Stimmen zum zweiten Mal Abgeordnete für die PiS.[6] Bei der Europawahl 2009 kandidierte sie wiederum vergeblich.[7] Sie war Mitglied der Sejm-Kommissionen für Öffentliche Finanzen sowie Kommunale Selbstverwaltung. Nachdem sie auch 2011 wiedergewählt worden war,[8] kandidierte sie bei der Europawahl 2014 erneut vergeblich für ein Mandat.[9] Im Anschluss wurde sie im September 2014 als Nachfolgerin ihres Parteifreundes Bolesław Piecha, der in das Europaparlament gewählt worden war, in den Senat der Republik Polen gewählt.[10] Nach der Parlamentswahl 2015 kehrte sie in den Sejm zurück.[11]
Bei der Europawahl 2019 gelang ihr dann im vierten Anlauf der Sprung in das Europaparlament.[12] Sie legte daraufhin ihr Sejmmandat nieder.[13] 2020 sprach sie sich für die Einrichtung eines nationalen Klimaforschungszentrums aus, das in Schlesien angesiedelt werden sollte.[14] Im Februar 2021 kippten Gewerkschaftsvertreter, sowohl von der Solidarność als auch von den sozialistischen Gewerkschaften, zwei Tonnen Kohle vor das Abgeordnetenbüro von Kloc in Mikołów, um damit gegen ihre Einflussnahme auf die Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes beim führenden polnischen Kokskohleproduzenten Jastrzębska Spółka Węglowa zu protestieren.[15] Vor der Bundestagswahl 2021 warnte sie, ein Wahlsieg der Grünen werde katastrophale Folgen für die Bürger in ganz Europa haben und fragte, ob Deutschland dann zum Exporteur einer „grünen Revolution“ werde.[16] 2022 warf sie der Europäischen Kommission vor, der European Green Deal sei ein ideologisches Experiment auf Kosten der Bürger.[17] Bei der Europawahl 2024 verpasste sie die Wiederwahl.[18]
Nach der Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sprach sie sich dafür aus, auch US-Präsident Donald Trump zu verhaften. Dass sie dabei ein manipuliertes Bild verwendete, wurde in der polnischen Presse als Beispiel dafür gewertet, wie man Künstliche Intelligenz nicht verwenden sollte.[19]
Weblinks
- Seite von Izabela Kloc als Abgeordnete des Sejm
- Private Homepage von Izabela Kloc
- Izabela Kloc in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
- Biogram auf der Seite des Sejm