JSW Steel

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JSW Steel Limited ist eines der führenden Stahlunternehmen Indiens mit Hauptsitz in Mumbai und ein zentraler Bestandteil der JSW Group, die zur Unternehmensgruppe der Jindal-Familie gehört. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 36 Millionen Tonnen (Stand 2025)[2] zählt JSW Steel zu den größten Stahlherstellern Asiens und betreibt Werke in mehreren Bundesstaaten Indiens sowie Beteiligungen im Ausland (Italien und USA). Das Unternehmen besitzt außerdem mehrere Bergwerke.

Schnelle Fakten
JSW Steel Limited
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN INE019A01038
Gründung 1982
Sitz Mumbai, Indien Indien
Leitung Sajjan Jindal (Chairman, Stand 2026)
Mitarbeiterzahl 39.400 (2025)
Umsatz 1,7 Billionen ₹ (ca. 16 Mrd. , GJ 2025)[1]
Branche Stahlindustrie, Bergbau
Website https://www.jsw.in/steel
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Geschichte

Die Geschichte von JSW Steel reicht bis ins Jahr 1982 zurück, als die Jindal-Gruppe die Piramal Steel Limited übernahm, die ein kleines Stahlwerk in Tarapur im Bundesstaat Maharashtra betrieb, und es in Jindal Iron and Steel Company (JISCO) umbenannte. Kurz nach der Übernahme errichtete die Gruppe 1982 ihr erstes Stahlwerk in Vasind in der Nähe von Mumbai.[3] Die heutige Gesellschaft ging 2005 im Zuge einer Fusion mit JSW Steel Ltd. hervor.[4] Das Unternehmen etablierte sich rasch als bedeutender Produzent von Flach- und Langstahlprodukten.

Nach der Finanzkrise 2007 wuchs JSW weiter durch verschiedene Übernahmen, darunter Bhushan Power & Steel und Welspun Corp. Im Jahr 2020 wurde JSW Ispat Steel von JSW Steel übernommen, 20 Monate nachdem letzteres eine Mehrheitsbeteiligung an Monnet Ispat Industries erworben hatte.[5][6] Im März 2024 unterzeichnete JSW Steel Italy SRL eine Absichtserklärung mit der italienischen Regierung über eine Investition in Höhe von 140 Millionen Euro zur Wiederaufnahme der Produktion im Werk Piombino, die durch den Preisdruck nach dem Beginn des russisch-ukrainischen Kriegs unter Druck geraten war, wobei die Kapazität zur Produktion von Eisenbahnschienen verdoppelt werden soll.[7]

Aktivitäten

Im April 2023 stammten fast 98 % des Umsatzes von JSW Steel aus Stahl und verwandten Produkten – in dieser Reihenfolge: flachgewalzte Produkte (18 %), verzinkte Coils/Bleche (15 %), CR-Coils/Bleche (9 %), Platten/Rohre (5 %), sonstige Stahlprodukte (5 %) und Eisenerz (2 %). Insgesamt stammen 70 % des Umsatzes aus Indien und 30 % aus dem Ausland.[8]

Das Unternehmen exportiert weltweit, insbesondere nach Südostasien, Europa, Afrika und in die USA. Es betreibt eigene Logistiklösungen, Energieversorgung (über die Zusammenarbeit mit JSW Energy) und verfügt über integrierte Minen zur Eisenerzversorgung. JSW Steel verfügt derzeit über insgesamt 13 Eisenerzminen, von denen sich neun in Karnataka und vier in Odisha befinden. Darüber hinaus hat das Unternehmen drei Kokskohleminen erworben. Im Geschäftsjahr 2022 deckte das Unternehmen 43 % seines Eisenerzbedarfs aus eigenen Bergwerken.[5] International hat JWS in Bergwerke in den USA, Mosambik und Chile investiert.[9][10][11]

Ein strategischer Fokus liegt auf CO₂-reduzierter Stahlproduktion, dem verstärkten Einsatz von Recyclingstahl sowie der Dekarbonisierung über neue Technologien.[5] Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit seiner Tochtergesellschaft JSW Energy geschlossen, um grünen Wasserstoff und grünen Sauerstoff für die Herstellung von nachhaltigem Stahl zu beziehen. Dafür wird Energie aus einer 3.800-Tonnen-Wasserstoffanlage in seinem Werk in Vijayanagar genutzt.[12][13] 2025 wurde die Produktion von grünem Wasserstoff aufgenommen.[14]

Werke

JSW Steel betreibt zahlreiche Stahlwerke in Indien, darunter:[15]

Internationale Aktivitäten umfassen:

Einzelnachweise

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