Jacek Taylor
polnischer Politiker, Mitglied des Sejm
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Jacek Edward Taylor (* 25. September 1939 in Posen) ist ein polnischer Politiker (UD, UW). Er war von 1991 bis 1997 Abgeordneter des Sejm in der I. und II. Wahlperiode.
Leben und Beruf
Jacek Taylor studierte Rechtswissenschaft an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen und schloss das Studium 1962 ab. Anschließend war er von 1968 bis 1991 als Rechtsanwalt in Danzig tätig. 1997 übernahm er die Leitung des Amtes für Kriegsveteranen und Opfer von Unterdrückung. 2001 wurde er Staatsanwalt an der Oberstaatsanwaltschaft Danzig, bis er 2004 in den Ruhestand ging. 2008 wurde er als Vertreter des Ministeriums für Staatsvermögen in den Vorstand der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung entsandt. Er ist Mitglied der Weltvereinigung der Soldaten der Polnischen Heimatarmee.[1] 2023 wurde er Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung „Polskiego Państwa Podziemnego“.[2]
Politik
Taylor engagierte sich ab 1978 oppositionell. Zunächst war er bei der Danziger freien Gewerkschaft „Wolne Związki Zawodowe Wybrzeża“ (WZZW) und später in der ebenfalls unabhängigen Gewerkschaft Solidarność, in der die WZZW aufgegangen war, tätig. Er war Mitglied des Gefangenenschutzvereins „Patronat“. Nach Ausrufung des Kriegsrechts entging er im Dezember 1981 aufgrund einer Warnung des Geheimdienstoffiziers Adam Hodysz, der mit der Opposition zusammenarbeitete, der Verhaftung und tauchte vorübergehend unter. In den 1980er Jahren war er einer der maßgeblichen Strafverteidiger bei politischen Prozessen gegen Solidarność-Mitglieder. Er verteidigte unter anderem Zofia Romaszewska, Zbigniew Romaszewski, Andrzej Gwiazda und Adam Hodysz.
In der Wendezeit nahm Taylor an den Gesprächen am Runden Tisch in der Untergruppe für Justiz- und Gerichtsreform teil. Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er für die Unia Demokratyczna (UD) über die gesamtpolnische Verteilung in den Sejm gewählt.[3] Bei der Wahl 1993 wurde er im Wahlkreis Danzig wiedergewählt.[4] Durch die Fusion der UD mit dem Kongres Liberalno-Demokratyczny wurde er 1994 Mitglied der dadurch entstandenen Unia Wolności (UW). Für die UD bewarb er sich bei der Parlamentswahl 1997 vergeblich um ein Mandat.[5]
Aus Anlass des vierten Jahrestages der Ermordung des Danziger Stadtpräsidenten Paweł Adamowicz konstatierte Taylor im Januar 2023, dass dieser ein Opfer einer beispiellosen medialen Hetzkampagne geworden sei, wie es sie seitt dem Ende der Kommunistischen Herrschaft nicht mehr gegeben habe. Adamowicz sei in den staatlichen zu Unrecht der Korruption beschuldigt worden und als Dieb und Nicht-Pole verunglimpft worden. Dafür trage die damalige PiS-Regierung die Verantwortung.[6]
Ehrungen
- 2011 Kommandeurskreuz des Ordens Polonia Restituta[7]
Weblinks
- Biogram auf der Seite des Sejm