Jack Lisowski

englischer Snookerspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Jack Lisowski (* 25. Juni 1991 in Cheltenham)[3] ist ein englischer Snookerspieler, der seit 2010 auf der World Snooker Tour spielt. Zuvor hatte er eine erfolgreiche Amateurlaufbahn durchlaufen und diese mit dem Gewinn der English Amateur Championship 2010 abgeschlossen. Nach 2010 stieg Lisowski sukzessive in die Weltspitze auf. Bis Mitte Februar 2021 erreichte er das Endspiel von neun professionellen Turnieren, darunter sechs Ranglistenturniere. Infolgedessen erklomm er Rang 10 der Snookerweltrangliste. Seinen ersten Turniersieg markierte er 2025 bei den Northern Ireland Open.

Schnelle Fakten Profitour-Erfolge, Weltranglistenplatzierungen ...
Jack Lisowski
Jack Lisowski
Jack Lisowski
Lisowski beim German Masters 2014
Geburtstag 25. Juni 1991 (34 Jahre)
Geburtsort Cheltenham
Nationalität England England
Spitzname(n) Jack-Pot[1]
Profi seit 2010
Preisgeld 2.042.296 £ (Stand: 19. März 2026)
Höchstes Break 147 (UK Championship 2012, Q)[2]
Century Breaks 385 (Stand: 19. März 2026)
Profitour-Erfolge
Ranglistenturniersiege 1
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 10[2] (März–Mai 2021, Mai–Juli 2022, November–Dezember 2022)
Aktuell 18 (Stand: 2. März 2026)
Beste Ergebnisse
Amateurturniere Englischer Meister 2010
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Karriere

Amateurkarriere

Bereits im 2006 erreichte Lisowski das Viertelfinale der U19-Europameisterschaft. Im selben Jahr nahm er mit geringem Erfolg auch an der English Amateur Championship und an deren U15-Pendant teil. Ebenso trat Lisowski 2006 auf der Pontins Pro-Am in Erscheinung.[4] Dort konnte er erst 2007 Erfolge erzielen, als er das Viertelfinale des Grand Final erreichte.[5] Im selben Jahr unterlag Lisowski Mitchell Mann im Finale des Junior Pot Black.[6] Ab 2007 nahm Lisowski auch an der Pontin’s International Open Series teil, wobei er erst 2009 mit einer Finalteilnahme bei einem Event einen Erfolg erzielte.[7] Trotzdem reichte es in diesem Jahr nicht für eine Platzierung in den Qualifikationsrängen der Abschlussrangliste.[8] Ebenfalls 2009 durfte Lisowski für ein Jahr in der einflussreichen World Snooker Academy trainieren, nachdem er ein entsprechendes Stipendium erlangt hatte. Zwischenzeitlich war Lisowski an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt, das er 2009 nach mehreren Chemotherapien besiegen konnte.[1]

Noch 2009 zog Lisowski ins Halbfinale der U19-Europameisterschaft sowie in das der Qualifikation für die English Amateur Championship ein.[9] Zudem spielte er auch während der Saison 2009/10 auf der PIOS. Diesmal konnte er zwei Turniere gewinnen, stand bei zwei weiteren im Halbfinale und bei einem weiteren im Viertelfinale.[10] Am Ende belegte er den ersten Platz der Abschlussrangliste,[11] wodurch er sich für die Snooker Main Tour qualifizierte.[12] Mit einem Finalsieg über Leo Fernandez bei der English Amateur Championship unterstrich er wenig später seine sportliche Qualifikation.[13]

Profikarriere

Lisowskis erste Profisaison verlief für den jungen Engländer durchaus gut, teilweise sogar sehr gut. So zog er im Rahmen der Players Tour Championship nicht nur ins Viertelfinale des Paul Hunter Classics ein, sondern auch ins Endspiel des dritten PTC-Events, das er aber verlor.[14] Am Ende der Saison wurde er zum „Rookie of the Year“ ernannt.[1] Auf der Weltrangliste belegte er am Saisonende bereits Rang 52.[15] In den folgenden Jahren konnte Lisowski dieses Niveau im Großen und Ganzen halten, was heißt, dass er bei mittelmäßigen Ergebnissen bei Weltranglistenturnieren vor allem bei Turnieren der Players Tour Championship Erfolg hatte. So erreichte er etwa 2012 das Finale eines weiteren PTC-Events, verlor aber auch dieses. In der Qualifikation für die UK Championship 2012 gelang ihm sein bislang einziges Maximum Break auf der Main Tour. Später zog er unter anderem ins Viertelfinale der China Open 2013 und der Gibraltar Open 2017 ein.[16] Auf der Weltrangliste schwankte er in dieser Zeit regelmäßig, Mitte 2017 war er auf Platz 54 platziert.[15]

In der Saison 2017/18 zog Lisowski ins Halbfinale des Shanghai Masters und, sowohl bei den English Open als auch bei den China Open, ins Viertelfinale ein.[17] Dadurch verbesserte er sich zum Saisonende auf Platz 26 der Weltrangliste.[15] Die Anzahl Teilnahmen an Turnierfinalen konnte Lisowski in der Saison 2018/19 auf drei erhöhen: Beim Riga Masters, bei der Championship League und den China Open erreichte der Engländer jeweils das Endspiel, ohne aber eines gewinnen zu können.[18] Immerhin verhalfen sie ihm dazu, sich auf Platz 11 der Weltrangliste zu verbessern.[15] Während der nächsten Saison erreichte Lisowski bei den Scottish Open ein weiteres Endspiel, das er gegen Mark Selby ebenfalls verlor.[19] Bis zum Saisonende rutschte er sich ab auf Platz 14.[15] In der Saison 2020/21 erreichte Lisowski drei Endspiele: beim World Grand Prix, beim in England ausgetragenen German Masters und bei den ebenfalls in England ausgetragenen Gibraltar Open. Er verpasste erneut seinen ersten Profititel, da er jeweils Judd Trump unterlag.[20] Zuvor hatte Lisowski beim Masters 2021 trotz sportlicher Qualifikation nach einem positiven Test auf SARS-CoV-2 pausieren müssen.[21] Mit dem Saisonende konnte Lisowski seinen 14. Platz auf der Weltrangliste verteidigen.[15] Nach seinem Achtelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft hatte er spontan ein paar Spiele der späteren Runden für die BBC kommentiert.[22]

Weitere Endspielteilnahmen gelangen Lisowski in der anschließenden Saison nicht. Mit Viertelfinalteilnahmen bei der UK Championship und der Snookerweltmeisterschaft zeigte er bei den wichtigen Turnieren trotzdem Präsenz. Bei den Welsh Open stand er sogar im Halbfinale, verlor aber knapp gegen Joe Perry, der einen Tag später überraschend das Turnier gewann.[23] In der Weltrangliste fiel Lisowski für einige Monate aus den Top 16 heraus, konnte aber zum Saisonende wieder auf Platz 10 aufsteigen.[15] Auch in der Saison 2022/23 gelang Lisowski trotz konstant guter Leistungen erneut keine Finalteilnahme. Er erreichte bei fast allen wichtigen Turnieren mindestens das Achtelfinale, bei der UK Championship, dem Masters und den German Masters sogar jeweils das Halbfinale und bei der Championship League die Winner’s Group.[24] Am Saisonende fand er sich auf Platz 14 der Weltrangliste wieder.[15] Über die nächsten beiden Spielzeiten mehrten sich die frühen Niederlagen; nur vereinzelt gelang es ihm noch, ins Viertelfinale eines Turnieres einzuziehen. Eine Halbfinalteilnahme bei den Northern Ireland Open 2023 blieb zunächst sein bestes Ergebnis. Im Frühjahr 2025 verpasste er bei der Weltmeisterschaft zum ersten Mal seit 2017 die Qualifikation für die Hauptrunde.[25] Noch während der Saison 2023/24 fiel er aus den Top 16 der Weltrangliste, blieb aber in Schlagweite. Mangels besserer Leistungen gelang ihm während der Saison 2024/25 der Wiedereinzug nicht.[15] [veraltet]

In der Saison 2025/26 gewann er bei den Northern Ireland Open durch einen 9:8-Sieg über Judd Trump sein erstes Ranglistenturnier.

Erfolge

Weitere Informationen Ausgang, Jahr ...
Ausgang Jahr Turnier Finalgegner Ergebnis
Amateurturniere
Finalist2007Junior Pot BlackEnglandEngland Mitchell Mann23:76 (Punkte)
Finalist2009Pontin’s International Open Series 2008/09 – Event 6China Volksrepublik Xiao Guodong0:6
Sieger2009Pontin’s International Open Series 2009/10 – Event 1EnglandEngland Liam Highfield6:5
Sieger2009Pontin’s International Open Series 2009/10 – Event 8EnglandEngland Justin Astley6:1
Sieger2010English Amateur Championship – NorthEnglandEngland Stuart Carrington6:4
Sieger2010English Amateur ChampionshipEnglandEngland Leo Fernandez9:2
Profiturniere
Ranglistenturniere
Finalist2018Riga MastersAustralienAustralien Neil Robertson2:5
Finalist2019China OpenAustralienAustralien Neil Robertson4:11
Finalist2019Scottish OpenEnglandEngland Mark Selby6:9
Finalist2020World Grand PrixEnglandEngland Judd Trump7:10
Finalist2021German MastersEnglandEngland Judd Trump2:9
Finalist2021Gibraltar OpenEnglandEngland Judd Trump0:4
Sieger2025Northern Ireland OpenEnglandEngland Judd Trump9:8
Finalist2026 Welsh Open EnglandEngland Barry Hawkins 5:9
Minorturniere
Finalist2010Players Tour Championship 2010/11 – Event 3EnglandEngland Tom Ford0:4
Finalist2012Players Tour Championship 2012/13 – Event 1Schottland Stephen Maguire3:4
Nonrankingturniere
Finalist2019Championship LeagueEnglandEngland Martin Gould1:3
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Commons: Jack Lisowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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