Jackie Kay

Schottische Dichterin und Romanautorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jacqueline Margaret „Jackie“ Kay (* 9. November 1961 in Edinburgh) ist eine britische Schriftstellerin.[1] Sie war von 2016 bis 2021 als Makar die Nationaldichterin Schottlands.[2] Im Jahr 2020 wurde sie zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt; bereits 2006 war sie zum Member of the Order of the British Empire (MBE) berufen worden.[3][4]

Jackie Kay (2015)

Leben

Kay wurde als Tochter einer schottischen Mutter und eines nigerianischen Vaters in Edinburgh geboren und im Säuglingsalter von Helen und John Kay adoptiert; sie wuchs in Bishopbriggs bei Glasgow auf.[1] Ihre Adoptiveltern betätigten sich politisch – John Kay als Funktionär der Communist Party of Great Britain, Helen Kay als Lehrerin und schottische Sekretärin der Campaign for Nuclear Disarmament.[5] Sie studierte an der University of Stirling Englisch und erhielt zudem an der Royal Scottish Academy of Music and Drama eine künstlerische Ausbildung.[1] Seit Januar 2023 ist Kay an der University of Salford Professorin für kreatives Schreiben.[6] Zuvor war sie bereits bis Ende 2021 Kanzlerin der University of Salford.[7] Kay ist Fellow der Royal Society of Literature.[8]

Wirken

Mit ihrer ersten Gedichtsammlung The Adoption Papers (1991) gewann Kay einen Forward Poetry Prize, den Saltire Society First Book Award und einen Scottish Arts Council Book Award, womit sie sich in der britischen Lyrik etablierte.[4] Für den Band Other Lovers (1993) erhielt sie 1994 den Somerset-Maugham-Preis.[4] Über das Vereinigte Königreich hinaus wurde sie mit dem Roman Trumpet (1998) bekannt, für den sie den Guardian Fiction Prize gewann.[1] Ihr Memoir Red Dust Road (2010), in dem sie die Suche nach ihren leiblichen Eltern erzählt, wurde 2011 bei den Scottish Mortgage Investment Trust Book Awards als „Book of the Year“ ausgezeichnet.[9] Als schottischer Makar (2016–2021) prägte Kay das literarische Leben Schottlands, etwa durch Auftritte bei staatlichen Anlässen und Initiativen zur Vermittlung von Poesie.[2] Im Jahr 2024 veröffentlichte sie die Gedichtsammlung May Day, in der sie den Tod ihrer Adoptiveltern verarbeitet.[5] Im September 2024 übergab Kay ihr literarisches Archiv – 34 Kisten mit Manuskripten, Briefen und Notizbüchern – an die National Library of Scotland.[10]

Commons: Jackie Kay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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