Jacqueline Crooks

britische Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jacqueline Crooks ist eine britische Schriftstellerin. Ihr Debütroman Fire Rush war 2023 auf der Shortlist für den Women’s Prize for Fiction.

Leben

Jacqueline Crooks wurde in einer ländlichen Gegend in Jamaika geboren.[1] Ihre frühe Kindheit verbrachte sie bei ihrer jamaikanischen Großmutter, zu der sie eine sehr enge Bindung hatte. Im Alter von acht Jahren wurde sie von ihrer Großmutter getrennt. Diesen Verlust sowie die Liebe der Großmutter zur Musik verarbeitet Crooks heute in ihren Geschichten.[2] Als Teil der Windrush-Generation migrierte ihre Familie in den 70er Jahren nach London.[1] Sie wuchs im Londoner Stadtteil Southall auf, in einer migrantischen Community, die sich durch Musik, Kultur und Politik einen Platz in der Gesellschaft erobert hatte.[3]

Jacqueline Crooks hat einen Master-Abschluss in Kreativem Schreiben und Life Writing von der Goldsmiths University. Sie gibt Schreibworkshops für marginalisierte Personen, vor allem für ältere Menschen, Geflüchtete und Asylsuchende sowie benachteiligte Kinder und Jugendliche.[4] Der kreative Schreibprozess für ihren Debütroman Fire Rush dauerte 16 Jahre lang. Crooks arbeitete zum Zeitpunkt des Schreibens eine Wohltätigkeitsorganisation für Kinder und Familien.[2]

Auszeichnungen

The Ice Migration

  • Orwell Prize for Political Fiction (Nominierung)[5]

Fire Rush

  • PEN Open Book Award[6]
  • New Yorker "bestes Buch" 2023[6]
  • Women’s Prize for Fiction (Nominierung)[1]
  • Waterstones Debut Fiction Prize 2023 (Shortlist)[7]

Werke

Jacqueline Crooks' Leben war schon früh von musikalischen Genres wie Ska, Gospel, Rocksteady und Dub geprägt - in ihrem ersten Roman Fire Rush nimmt Musik eine tragende Rolle ein. Der Roman spielt im London der 1970er und 1980er Jahre und handelt davon, wie sich die karibische Migrantengemeinschaft der Nachkriegszeit in Großbritannien der Dub Musik verschrieb, um in einer neuen und nicht immer einladenden Umgebung zu überleben. Crooks bedient sich hier an verschiedenen Sprachstilen, fügt eigens für das Buch kreierte Songtexte und teilweise mystisch wirkende Passagen in jamaikanischem Patois ein, um die Geschichte einer Subkultur zu erzählen, mit der sie selbst groß geworden ist.[2]

Die Geschichten in Crooks' Sammlung The Ice Migration, die eine Zeitspanne von über 100 Jahren umfassen, erzählen von den Erfahrungen der Nachkommen einer jamaikanischen Familie, deren Mitglieder teils indischer und teils afrikanischer Herkunft sind. Jacqueline Crooks setzt sich in ihren Kurzgeschichten mit Migration als zentralem Bestandteil menschlicher Existenz auseinander.[8]

Bibliografie

Einzelnachweise

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