Jacques Andrieu

französischer Beamter und Präfekt From Wikipedia, the free encyclopedia

Jacques André Andrieu (* 17. April 1942 in Tulle, Département Corrèze; † 5. August 2020 in Paris[1]) war ein französischer Beamter, der unter anderem Präfekt mehrerer verschiedener Départements war.

Leben

Jacques André Andrieu war von Beruf Ingenieur und Absolvent der Nationalen Hochschule für Verwaltung ENA (École nationale d’administration). Nach verschiedenen Verwendungen wurde er am 22. Dezember 1987 als Nachfolger von Michel Lajus Präfekt des Département Vosges und bekleidete dieses Amt bis zum 4. Oktober 1990, woraufhin François Bonnelle[2] seine Nachfolge antrat. Daraufhin löste er am 8. Oktober 1990 Michel Desmet[3] als Präfekt des Département Pyrénées-Atlantiques ab und hatte diese Funktion bis zu seiner Ablösung durch Jean-François Denis[4] am 24. Juni 1993 inne. Für seine Verdienste wurde er am 11. September 1992 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Am 24. Juni 1993 wurde er als Nachfolger von Claude Érignac Präfekt des Département Meurthe-et-Moselle und bekleidete dieses Amt bis zum 10. November 1997, woraufhin abermals Jean-François Denis ihn ablöste. Er diente zudem als Reserveoffizier der Luftstreitkräfte und wurde am 11. Februar 1995 zum Hauptmann sowie am 20. Januar 2002 zum Major befördert.

Am 14. November 1997 schied Andrieu aus dem Präfektendienst und wurde am 11. Juni 1998 Mitglieder des Verwaltungsrats des Nationalen Instituts für Agrarforschung INRA (Institut national de la recherche agronomique) und am 9. September 1999 Mitglied des Fachbeirats für den Bereich verarbeitetes Obst und Gemüse des Nationalen Interprofessionellen Büros für Obst, Gemüse und Gartenbau ONIFLHOR (Office national interprofessionnel des fruits, des légumes, des vins et de l’horticulture). Er wurde am 15. April 2001 auch zum Offizier der Ehrenlegion ernannt und wurde am 17. Januar 2003 als Landwirtschaftsattaché zur Botschaft in Italien abgeordnet, ehe er nach seiner Rückkehr am 18. Juni 2004 Generalinspektor für Sonderaufgaben der Generalinspektion für Verwaltung IGA (Inspection générale de l’administration) und am 13. September 2006 stellvertretender Leiter der Abteilung Forstwirtschaft und Holzwirtschaft in der Generaldirektion für Forstwirtschaft und ländliche des Nationalen Forstamtes ONF (Office national des forêts) wurde, ehe er am 27. Januar 2007 in den Ruhestand trat. Gleichwohl übernahm er in der Folgezeit zahlreiche weitere Ämter und wurde am 13. März 2009 als Nachfolger von Claire Bousquet[5] Regierungsbeauftragter des Nationalen Fonds für die Berufsbildungsversicherung für Beschäftigte in landwirtschaftlichen Betrieben FAFSEA (Fonds d’assurance formation des salariés de l’agriculture) sowie am 2. Mai 2009 als Nachfolger von Alain Sopena[6] Mitglied der Nationalen Kommission für Berufszertifizierung CNCP (Commission nationale de la certification professionnelle).

Des Weiteren wurde Jacques Andrieu am 11. Juni 2010 Regierungsbeauftragter des Nationalen Zentrums für Waldeigentum CNPF (Centre national de la propriété forestière) sowie als Nachfolger von Ségolène Halley des Fontaines[7] am 15. Juni 2010 auch Vollmitglied des Verwaltungsrates des Nationalen Forstamts. Darüber wurde er am 30. April 2011 Mitglied des Verwaltungsrats des Nationalen Geographischen Instituts beziehungsweise am 29. April 2012 Mitglied des Verwaltungsrats des daraus hervorgegangenen Nationalen Instituts für Geographische und Waldinformation IGN (Institut national de l’information géographique et forestière) sowie am 21. Juli 2011 auch Mitglied des Nationalen Komitees für Waldrisikomanagement. Am 7. Juni 2013 übernahm er den Posten als stellvertretender Direktor für Forstwirtschaft und Holz (Gruppe III), Forst-, Landwirtschafts- und Pferdewesen der Generaldirektion für Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Territorialpolitik des Ministeriums für Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft und Forstwirtschaft. Zuletzt wurde er am 26. Dezember 2019 als Nachfolger von Hervé Deperrois Direktor des Amtes für landwirtschaftliche Entwicklung in Übersee ODEADOM (Office de développement de l’économie agricole des départements d’outre-mer), eine öffentliche Verwaltungseinrichtung, die der Aufsicht des für Landwirtschaft zuständigen Ministeriums und des für die französischen Überseegebiete zuständigen Ministeriums untersteht und für die Auszahlung europäischer und nationaler Hilfen sowie für die Durchführung von Studien und Konsultationen zu den Agrarwirtschaften in Übersee zuständig ist. Für seine langjährigen Verdienste wurde er am 8. Juni 2024 auch zum Ritter des Ordre national du Mérite ernannt.

Einzelnachweise

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