Jacques Ehrlich
Filmeditor und -regisseur
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Jacques Ehrlich (hebräisch ז'אקו ארליך; geboren 1931 in Straßburg; gestorben 20. August 2024[1]) war ein Filmeditor und Regisseur.
Während des Zweiten Weltkriegs floh Ehrlich mit seiner Familie in die Schweiz, wobei zunächst nur die Kinder zum Schutz vorausgeschickt wurden. Seine Eltern waren in Frankreich für die Résistance tätig gewesen.[2] Nach 1945 studierte er in Paris und wanderte 1949 mit seiner eigenen Familie nach Israel aus. Dort begann er an Filmen mitzuarbeiten. Gemeinsam mit Haim Gouri und David Bergman realisierte er den Dokumentarfilm Der 81. Schlag, für dessen Schnitt er auch verantwortlich zeichnet. Bei der Oscarverleihung 1975 waren die drei für diesen Film für den Oscar in der Kategorie bester Dokumentarfilm nominiert. Eine weitere Nominierung kam beim Chicago International Film Festival hinzu. Der Film war der erste Teil einer Trilogie über den Holocaust. Die Arbeiten hieran dauerten laut seiner eigenen Aussage insgesamt 15 Jahre. Regisseure, mit denen er zusammenarbeitete, waren Uri Zohar und Ephraim Kishon.
Ehrlich wirkte als Professor an der Schule für Theater und Film in Ramat Gan[3] und war als Maler aktiv. Er starb im Alter von 93 Jahren.
Filmografie (Auswahl)
- 1964: Sallah – oder: Tausche Tochter gegen Wohnung (Sallach Shabati/סלאח שבתי)
- 1974: Der 81. Schlag (Ha-Makah Hashmonim V'Echad /המכה ה-81)
- 1977: Biba
- 1981: Bittere Küsse (Elef Nishikot K'tanot)
Weblinks
- Jacques Ehrlich bei IMDb