Jagaricin
Lipopeptid mit antimykotischen Eigenschaften
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Jagaricin ist ein Lipopeptid mit antimykotischen Eigenschaften, das am Infektionsprozess der Nassfäule beteiligt ist. Es wird vom Nassfäule-Bakterium Janthinobacterium agaricidamnosum gebildet. Reines Jagaricin verursacht bei Pilzen Nassfäule, während Bakterien, denen die jag-Gene zur Produktion des Peptids fehlen, keine Fäule hervorrufen können.[2]
| Strukturformel | ||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Jagaricin | |||||||||
| Summenformel | C56H84N12O16 | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 1181,3 g·mol−1 | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Das Peptid könnte als neuer Wirkstoff bei Pilzinfektionen eingesetzt werden; in ersten Tests als Antimykotikum zeigte Jagaricin eine sehr gute Wirksamkeit gegen pathogene Pilze und eine geringe Zellgiftigkeit.[3]
Literatur
- K. Graupner, K. Scherlach, T. Bretschneider, G. Lackner, M. Roth, H. Gross, C. Hertweck: Imaging Mass Spectrometry and Genome Mining Reveal Highly Antifungal Virulence Factor of Mushroom Soft Rot Pathogen. In: Angew. Chem. Int. Ed. Engl. 2012, doi:10.1002/anie.201206658.
Weblinks
- A schematic showing the procedure for identifying jagaricin using imaging mass spectrometry. In: Nature Chemistry. Band 5, 2013, S. 155–157, doi:10.1038/nchem.1583