Jan Frans van Son
flämischer Maler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jan Frans van Son (* 16. August 1658 in Antwerpen; † beerdigt am 28. Januar 1701, St James’s Piccadilly, London) war ein flämischer Stilllebenmaler.[1][2]

Leben
Jan Frans van Son wurde am 16. August 1658 in Antwerpen als Sohn des bekannten Stilllebenmalers Joris van Son und dessen Frau Cornelia van Heule geboren. Da sein Vater früh verstarb, erhielt er seine Ausbildung beim Stilllebenmaler Jan Pauwel Gillemans dem Älteren. Bereits im jungen Erwachsenenalter emigrierte Jan Frans van Son nach England, vermutlich kurz nach Gillemans’ Tod im Jahr 1675.[1]
Am 6. Mai 1684 heiratete er Elizabeth Harler in London. Aus der Ehe gingen mindestens fünf Kinder hervor, von denen die meisten früh verstarben. Seine Frau war eine Nichte des königlichen Serjeant-Painters Robert Streater, wodurch Jan Frans van Son Zugang zu einflussreichen Kreisen und namhaften Mäzenen wie Charles Robartes, Earl of Radnor, erlangte. Van Son lebte zunächst in St. Martin in the Fields, dann in Long Acre und schließlich in der St. Albans Street in St. James’s, London. Er wurde am 17. Januar 1701 in St. James’s Piccadilly in London beigesetzt. Laut dem Biografen Jacob Campo Weyerman starb Jan Frans van Son vor Kummer über den Tod seiner Tochter.[1]
Werk

Jan Frans van Son spezialisierte sich auf Stillleben, insbesondere auf Blumen- und Fruchtstücke sowie sogenannte Banquet-Stillleben (Mahlzeitstillleben). Seine Gemälde sind geprägt von fein ausgearbeiteten Darstellungen von Trauben, Pfirsichen und weiteren Früchten, die häufig auf reich dekorierten Tischen mit persischen Teppichen arrangiert sind. Jan Frans van Son signierte seine Werke meist mit „J van Son“ oder „JF van Son“. Im Gegensatz zu seinem Vater orientierte er sich stilistisch stärker an seinem Lehrer Jan Pauwel Gillemans dem Älteren. Einige Werke van Sons wurden früher Gillemans bzw. dessen Schule zugeschrieben. Insbesondere drei Stillleben in der Dulwich Picture Gallery gelten heute als Arbeiten van Sons. Diese Werke waren vermutlich als Dekorationselemente, etwa als Supraporten, für englische Adelssitze bestimmt.[2] Nach seinem Tod wurden zahlreiche unvollendete Gemälde von Jacob Campo Weyerman fertiggestellt.
Literatur
- Joseph Eduard Wessely: Son, Jan van. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 34, Duncker & Humblot, Leipzig 1892, S. 619.
- Edith Greindl: Les peintres flamands de nature morte au XVIIe siècle. Sterrebeek: Michel Lefebvre 1960.
- Richard Beresford: Dulwich Picture Gallery. Complete Illustrated Catalogue. Unicorn Publishing Group 1998
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 14: Valverde – Zyw. Paris, 2006.