Jan Remmers Weerda

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Jan Remmers Weerda (* 17. November 1906 in Logumer Vorwerk; † 19. Juli 1963 in Erlangen) war ein evangelisch-reformierter Theologe und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1926 am Ulrichsgymnasium in Norden studierte Jan Remmers Weerda Evangelische Theologie, zunächst drei Semester an der Eberhard Karls Universität, zwei Semester an der Humboldt-Universität zu Berlin und 1928/29 schließlich an der Universität Münster. In Tübingen prägte ihn vor allem Karl Heim, in Münster Karl Barth. Anschließend wechselte er 1929/30 an die Universität Montpellier, wo er 1931 das erste theologische Examen ablegte. Danach besuchte er das Predigerseminar in Elberfeld und war Vikar in verschiedenen Gemeinden bis zu seinem zweiten theologischen Examen 1933. Seine Ordination erfolgte 1934 in Osnabrück. Ab 1935 wirkte Weerda als Pastor in Emden. Den „Deutschen Christen“ stand er überwiegend kritisch gegenüber. 1944 promovierte er bei Otto Weber an der Universität Göttingen zum Lic. theol. Vier Jahre später (1948) habilitierte er sich an der Universität Münster. Hierauf wurde er 1949 auf den Lehrstuhl für Reformierte Theologie an die Universität Erlangen berufen. In seiner Tätigkeit beschäftigte sich Weerda nicht nur mit Kirchengeschichte, sondern auch mit anderen Bereichen der reformierten Theologie. 1959 wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen ausgezeichnet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Eine Denkschrift Godfrid van Wingen's an den Emder Kirchenrat gegen die Gheillyart-Bibel von 1556. Neue Funde und Anmerkungen zur Entstehung der Deux-Aes-Bibel. In: Nederlandsch archief voor kerkgeschiedenis, Bd. 31 (1938), H. 2, S. 105–122.
  • Holbein und Calvin. Ein Bildfund. Verl. d. Buchh. d. Erziehungsvereins, Neukirchen/Moers 1955.
  • Die Bilderfrage in der Geschichte und Theologie der Reformierten Kirche. In: Walter Heyer (Bearb.): Evangelische Kirchenbautagung 1954. Evangelische Kirchenbautagung Karlsruhe 1956. Felgentreff, Berlin 1956, S. 289–322.
  • Entstehung und Entwicklung der Gottesdienstordnungen der reformierten Gemeinde zu Emden. Eine Studie zur Geschichte der reformierten Liturgie in Deutschland. In: Walter Hollweg (Hrsg.): Wir grüßen die Brüder. Zur Tagung des Reformierten Weltbundes (Östliche Sektion) vom 16. bis 21. August 1956 in Emden. Bretzler, Emden 1956, S. 17–47.
  • Das ostfriesische Experiment. Zur Entstehung des Nebeneinander lutherischer und reformierter Gemeinden in der ostfriesischen Territorialkirche. In: Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht, Bd. 5 (1956), H. 2/3, S. 159–196.
  • Der nationale Gedanke und seine Funktion heute. Ein nichttheologischer Vortrag. In: Evangelische Theologie, Bd. 17 (1957), S. 33–48.
  • Nach Gottes Wort reformierte Kirche. Beiträge zu ihrer Geschichte und ihrem Recht. Aus dem Nachlass hrsg. von Anneliese Sprengler-Ruppenthal (= Theologische Bücherei, Bd. 23). Kaiser, München 1964.
  • Der Emder Kirchenrat und seine Gemeinde. Ein Beitrag zur Geschichte reformierter Kirchenordnung in Deutschland, ihrer Grundsätze und ihrer Gestaltung. Hrsg. von Matthias Freudenberg u. Alasdair Heron (= Emder Beiträge zum reformierten Protestantismus, Bd. 3). Foedus-Verlag, Wuppertal 2000, ISBN 978-3-932735-37-0.

Einzelnachweise

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