Wikiwand AI

Jana (Lied)

Disstrack von Herr Kuchen From Wikipedia, the free encyclopedia

Jana ist ein 12-minütiger Disstrack von Herr Kuchen gegen seine damalige Lebensgefährtin Jindo109. Er veröffentlichte ihn ohne Ankündigung am 3. Mai 2024 nebst einem YouTube-Video.

Schnelle Fakten Herr Kuchen, Veröffentlichung ...
Jana
Herr Kuchen
Veröffentlichung 3. Mai 2024
Länge 11:56
Genre(s) Disstrack, Battle-Rap
Autor(en) Marc-Philipp Müller
Produktion Herr Kuchen
Label Creative Bakery
Schließen

Hintergrund

Herr Kuchen und Jindo109 waren privat und beruflich über mehrere Jahre ein Paar. Herr Kuchen produzierte und schrieb einen Großteil der Rapsongs von Jindo109 in dieser Zeit und veröffentlichte auf seinem Label Creative Bakery zwei Mixtapes der streitbaren Künstlerin, deren Image auf übersteigertem Drogenkonsum beruhte. Für 2024 war ein Album von Jindo109 angekündigt. Zur Veröffentlichung kam es jedoch nie. Stattdessen ließ Herr Kuchen alle Musik von ihr von Apple Music bis Spotify löschen. Zusätzlich erschien am 3. Mai 2024 der Song Jana, selbst geschrieben und aufgenommen von Herr Kuchen. In dem Track thematisiert er die langjährige Beziehung zu Jindo109, der Titel ist eine Anspielung auf ihren bürgerlichen Vornamen (Tatjana). In dem 12-minütigen Song wirft er ihr unter anderem häusliche Gewalt, manipulatives Verhalten sowie schwere Drogenabhängigkeit in Form von Crystal Meth vor. Er selbst stellt sich als Opfer und Co-Abhängigen dar, sie als Narzisstin und Psychopathin.[1][2][3][4]

Nach der Veröffentlichung des Tracks erklärten sich beide Seiten in verschiedenen Medien der Hip-Hop-Szene, wobei Jindo109 ihm Verdrehung der Tatsachen vorwarf und angab, er habe sie erst an die Drogen herangeführt.[1][2][3][4] Zudem gab sie an, dass diese Schlammschlacht in der Öffentlichkeit nichts zu suchen habe. „In der Öffentlichkeit ist man ja immer noch eine Kunstfigur.“[5]

Musikvideo

Begleitet wurde die Veröffentlichung von einem Musikvideo, bei dem Hannes Windrath Regie führte.[3] Rapper-Kollege Aytee führte die Kamera. Das Video ist zweigeteilt. In einem Zimmer mit Fotos der Beziehung von Herr Kuchen und Jindo109 an einer Wäscheleine rappt ein wahnsinnig wirkender Herr Kuchen, während die Wohnung immer mehr Feuer fängt, bis sie am Ende komplett in Flammen steht. Herr Kuchen hilft dabei später mit einem Flammenwerfer nach. In einem zweiten Erzählstrang liegt Herr Kuchen scheinbar im Leichenschauhaus, wird jedoch von einer drogensüchtigen Krankenschwester wiederbelebt und anschließend am Herzen operiert, wobei dieses entfernt wird. Anschließend wird auch noch ein Mikrofon aus dem geöffneten Körper herausgeholt. Herr Kuchen stirbt ein zweites Mal.[6]

Ab Minute 12 verstummt die Musik und es werden Texttafeln zum Thema häusliche Gewalt und Drogenabhängigkeit eingeblendet. Unter dem Video befinden sich außerdem Weblinks zu der Opferhilfestelle Weisser Ring und zur Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, dazu verschiedene YouTube-Videos,[3] die Herr Kuchen laut Selbstauskunft „geholfen haben, das ganze zu verstehen“.[6]

Rezeption

In der wöchentlichen Kolumne Doubletime auf Laut.de wurden Lied und Video thematisiert. Der Autor schreibt dazu: „Herr Kuchen habe ich bisher ja musikalisch für eine der nichtsnutzigsten, witzfigurigsten Pappnasen des Landes gehalten. Dieser Track ist grotesk gut. Tatsächlich vor allem dadurch, dass er das ganze komische Image abstreift und einfach wie ein relativ normaler Typ rappt. Verwechselt das nicht mit einem Seite-Beziehen in der Schlammschlacht, mit der ich wirklich nichts zu tun haben will, aber in diesem Track wirkt sein Schmerz komplett real.“[2] Dabei vergleicht er den Flow mit JAW und den Beat mit Eminem und erklärt: „Das ist emotional, das ist dicht, das ist regelrecht mitreißend.“[2]

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks