Janet T. Mills

US-amerikanische Politikerin, Gouverneurin von Maine From Wikipedia, the free encyclopedia

Janet Trafton Mills (* 30. Dezember 1947 in Farmington, Maine) ist eine US-amerikanische Anwältin und Politikerin, die von 2009 bis 2010 sowie 2013 bis 2019 Maine Attorney General war und seit dem 2. Januar 2019 der 75. Gouverneur von Maine ist. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.

Janet T. Mills, 2019

Leben

Janet T. Mills wurde in Farmington als Tochter von S. Peter Mills und Katherine Coffin Mills geboren.[1][2] Ihr Vater war Mitglied der Republikanischen Partei, Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Maine und unter den Präsidenten Eisenhower und Nixon Bundesstaatsanwalt in Maine.[3]

Sie machte ihren Schulabschluss an der Farmington High School, den Bachelor an der University of Massachusetts Boston und studierte Rechtswissenschaft an der University of Maine School of Law.[2] Dort gehörte sie zu den Autoren des Maine Law Reviews.[4]

Janet T. Mills war von 1976 bis 1980 als Assistant Attorney General zuständig für die Verfolgung von Tötungsdelikten und anderen schweren Verbrechen und wurde im Jahr 1980 zum District Attorney des Androscoggin Countys, des Franklin Countys und des Oxford Countys gewählt und bis zum Jahr 1995 wiedergewählt. Sie war damit die erste weibliche District Attorney in Neuengland.[4] Sie setzte sich in dem Amt besonders für Opfer häuslicher Gewalt ein.[3]

Gemeinsam mit ihrem Bruder, dem ehemaligen Maine State Senator S. Peter Mills, praktizierte sie von 1995 bis 2008 in Skowhegan in der Kanzlei Wright and Mills. Von 2011 bis 2012 unterrichtete Mills Criminal Law an der University of Maine in Augusta und arbeitete als Beraterin für die Litigation Group of Preti Flaherty, LLP.[4]

Mills war Mitbegründerin der Maine Women's Lobby und ein aktives Mitglied mehrerer anderer Organisationen, unter ihnen das Margaret Chase Smith Foundation Board.[4] Sie setzt sich für die Stärkung der Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte gegen Google ein und fordert mehr Transparenz und Datenschutz.[5]

Janet T. Mills war mit Stanley Kuklinski verheiratet. Er starb im Jahr 2014. Kuklinskis erste Frau starb an Krebs, und er war alleinerziehender Vater von fünf Töchtern, deren Stiefmutter Mills wurde.[6]

Politik

Als Mitglied der Demokratischen Partei war sie von 2003 bis 2008 Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Maine und von 2009 bis 2010 sowie von 2013 bis 2019 Maine Attorney General. Als sie zum 55. Attorney General von Maine gewählt wurde, war sie die erste Frau in dieser Funktion.[7][4] Sie hatte in dem Amt Auseinandersetzungen mit dem republikanischen Gouverneur Paul LePage. Als dieser ein Veto gegen die Versorgung der Polizei mit Medikamenten für Drogenüberdosen eingelegt hatte, nutze sie Gelder aus Gerichtsvergleichen, um die Versorgung der Polizei zu gewährleisten. Als der Gouverneur von ihr forderte den mit Executive Order 13769 von Präsident Trump angeordneten Muslimbann umzusetzen, schloss sie sich einer Klage Hawaiis gegen die Anordnung an, LePage verklagte sie deswegen erfolglos.[3]

Sie trat bei der Gouverneurswahl 2018 an und setzte sich bei der Vorwahl ihrer Partei im Juni unter sieben Kandidaten durch.[8] In der Hauptwahl zum Gouverneur von Maine gewann sie gegen den Republikaner Shawn Moody und die Unabhängige Terry Hayes mit 50,9 %.[9] Sie hatte bei der Wahl von einem Stimmungsumschwung zugunsten der Demokraten profitiert.[10]

Am 2. Januar 2019 trat Mills ihr neues Amt als 75. Gouverneur von Maine an. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und Nachfolgerin von Paul LePage. Während einer Ende Februar 2025 stattfindenden Veranstaltung der National Governors Association im Weißen Haus kam es zu einer – eine Kampagne der US-Bundesverwaltung gegen den Bundesstaat Maine nach sich ziehenden – Auseinandersetzung zwischen Donald Trump und der Gouverneurin.[11][12] Bei der Gouverneurswahl 2022 setzte sie sich gegen ihren Amtsvorgänger LePage durch, diesmal mit 55,4 Prozent der Stimmen.[13]

Am 14. Oktober 2025 gab Mills bekannt, dass sie bei der Senatswahl 2026 die republikanische U.S. Senatorin Susan Collins herausfordern wolle.[14] Sie wurde von Chuck Schumer unterstützt, ihr innerparteilicher Rivale Graham Platner hatte die Unterstützung von Bernie Sanders. Platner geriet in die Kritik wegen älteren Äußerungen auf Reddit und einer Tätowierung, die als Nazi-Symbol verstanden werden kann.[15] Ende April des folgenden Jahres zog Mills ihre Kandidatur zurück.[16]

Commons: Janet T. Mills – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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