Wahlen zum Senat der Vereinigten Staaten 2026

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Die Wahlen zum Senat der Vereinigten Staaten 2026 sind die Wahl von 35 Senatoren der Vereinigten Staaten am 3. November 2026. Die Senatssitze von 33 Senatoren der Vereinigten Staaten der Klasse II stehen dabei regulär zur Wahl und in den Bundesstaaten Florida und Ohio kommt es zu Nachwahlen, da Marco Rubio als Außenminister und J.D. Vance als Vizepräsident 2025 in die Regierung eingetreten und aus dem Senat ausgetreten waren. Die Wahl ist gemeinsam mit den gleichzeitigen Wahlen zum Repräsentantenhaus die Wahl zur Zusammensetzung des 120. Kongresses, der dann am 3. Januar 2027 zusammentritt.

Karte der Bundesstaaten zum Senat 2026:
Demokrat kandidiert erneut
Demokrat kandidiert nicht erneut
Republikaner kandidiert erneut
Republikaner kandidiert nicht erneut
Vakant
Keine Wahl
Zur Wahl stehende Sitze im Senat
    
Insgesamt 100 Sitze
  • keine Wahl: 34
  • Dem/Unab.: 13
  • Rep.: 22
  • keine Wahl: 31

Ausgangslage

Nach den Wahlen zum Senat der Vereinigten Staaten 2024 hatte die Republikanische Partei eine Mehrheit von 53 Sitzen im Senat, damit die Demokraten eine Mehrheit erhalten können, müssen ihre Kandidaten netto mindestens vier Mandate gewinnen, die vorher von Republikanern eingenommen wurden. Zur regulären Wahl stehen 20 Senatssitze, die von Republikanern eingenommen werden und 13 von Demokraten besetzte Sitze. Hinzu treten die beiden von Rubio und Vance aufgegebenen Republikanischen Sitze in Florida und Ohio.

Generell gilt diese Senatswahlkampf von der Zusammenstellung der Bundesstaaten, in denen gewählt wird, als günstig für die Republikanische Partei. Andererseits fällt Donald Trump an der Spitze des Wahlzettels aus, was zu einem Motivationsproblem an der Republikanischen Basis führen kann. Des Weiteren sinkt Trumps Popularität aufgrund von steigenden Lebenshaltungskosten und anderen wirtschaftlichen Problemen. Als besonders umstritten gelten vier Bundesstaaten. Die einzige republikanische Senatorin, die Amtsinhaberin in einem bei der Präsidentschaftswahl 2024 von der Demokratin Kamala Harris gewonnenen Bundesstaat ist, ist Susan Collins in Maine. Auf demokratischer Seite tritt Jon Ossoff in Georgia zur Wiederwahl an, nachdem der Republikaner Donald Trump dort in der Präsidentschaftswahl zwei Jahre zuvor mit 2 Prozent Vorsprung gewonnen hatte. Im ebenfalls von Trump gewonnenen Michigan tritt der Demokrat Gary Peters nicht erneut an. In dem von Trump 2024 mit 3 Prozent Vorsprung gewonnenen North Carolina trat der Republikaner Thom Tillis nicht wieder an und der ehemalige Parteivorsitzende Michael Whatley kandidierte bei den Republikanern, wenn auch mit einem Herausforderer von rechts. Allerdings trat bei den Demokraten der populäre Gouverneur Roy Cooper an. Es wird daher erwartet, dass es der am heftigsten umkämpfte Senatswahlkampf wird.[1]

Nicht erneut antretende Senatoren

Ein überdurchschnittliche Zahl von Senatoren trat nicht zur Wiederwahl an, bis September 2025 hatten bereits zehn Senatoren erklärt nicht erneut für den U.S. Senator kandidieren zu wollen, was bereits ein Rekordwert in der neueren Geschichte der Vereinigten Staaten darstellte.[2] Bis zum 20. Dezember war die Zahl auf elf Senatoren angestiegen, der höchsten Wert seit 2012. Mit drei Senatoren bewarb sich dabei eine ungewöhnliche Zahl um das Amt eines Gouverneurs. Dies schließt Senator Michael Bennet (D-Colorado), Senatorin Marsha Blackburn (R-Tennessee) und Amy Klobuchar (D-Minnesota) ein, die zwar nicht zur Wiederwahl anstehen, aber bei den Gouverneurswahlen 2026 antreten und im Falle eines Wahlsieges ihr Senatsmandat niederlegen.[3]

Republikaner

Demokraten

Verstorben

Ausgeschieden in Vorwahlen

Nachwahlen

Wegen des Eintritt in das Kabinett Trump II wurden zwei Senatssitze frei. Nach der Wahl von Senator J.D. Vance zum Vizepräsidenten ernannte Gouverneur Mike DeWine seinen Vizegouverneur Jon Husted zum Senator für Ohio. Hierdurch wurde der Weg frei für Trumps Verbündeten und Co-Leiter des Department of Government Efficiency Vivek Ramaswamy, bei der Gouverneurswahl 2026 ohne Konkurrenz von Husted in Ohio anzutreten.[5] Husted erhielt die ausdrückliche Unterstützung Trumps und war seit 2001 in verschiedenen Ämtern in Ohio tätig. Er muss bei der Nachwahl daher keine innerparteiliche Konkurrenz in der Vorwahl fürchten.[6]

Nachdem Marco Rubio als Außenminister von Trump nominiert worden war, setzte Floridas Gouverneur Ron DeSantis die Republikanische Generalstaatsanwältin Ashley Moody als Senatorin bis zur Senatswahl 2026 ein.[7]

Nach der Ernennung von Markwayne Mullin zum Heimatschutzminister schied er aus dem Senat aus. Gouverneur Kevin Stitt ernannte am 24. März 2026 als Nachfolger bis zur nächsten Legislaturperiode den Unternehmer Alan Armstrong als Nachfolger Mullins.[8] Armstrong musste sich nach dem Recht Oklahomas verpflichten nicht zur Senatswahl 2026 anzutreten.[9]

Die Wahlen in den Bundesstaaten

Alabama

Der Amtsinhaber Tommy Tuberville trat nicht wieder an und kandidiert als Gouverneur von Alabama. Um seine Nachfolge bewarben sich in der republikanischen Vorwahl der Kongressabgeordnete Barry Moore, der Attorney General Steve Marshall und der Veteran Jared Hudson. Donald Trump hatte zur Wahl von Moore aufgerufen.[10] Auf demokratischer Seite bewarben sich vier Kandidaten um die Nominierung als Kandidat der Demokraten.[11] Bei beiden Parteien konnte kein Kandidat die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen, so dass es bei beiden Parteien am 16. Juni zu Stichwahlen kam. Bei den Republikanern qualifizierten sich Barry Moore (39,2 %) und Jared Hudson (25,6 %) für diese Stichwahl; bei den Demokraten Everett Wess (39,6 %) und Dakarai Larriett (29,1 %).[12] In der Stichwahl am 16. Juni 2026 setzte sich bei den Republikanern Barry Moore und bei den Demokraten Everett Wess durch.[13]

Alaska

Im Vorfeld der Wahl disqualifizierte die Wahlbehörde am 15. Juni 2026 den Kandidaten Dan J. Sullivan, da seine Kandidatur irreführend wegen der Namensgleichheit mit Senator Dan Sullivan sein könnte. Am 26. Juni hob ein Gericht des Bundesstaates diese Entscheidung auf und erklärte Dan J. Sullivan für wählbar.[14] Dan J. Sullivan ist wie der Senator als Republikaner registriert.[15] Der Alaska Supreme Court bestätigte am 29. Juni die Entscheidung.[16]

Arkansas

Bei den Vorwahlen am 3. März 2026 qualifizierten sich in Arkansas auf republikanischer Seite mit 81,6 Prozent Amtsinhaber Tom Cotton und auf demokratischer Seite mit 78,2 Prozent Hallie Shoffner.[17]

Colorado

In der Vorwahl vom 30. Juni entschieden sich die Demokraten für Amtsinhaber John Hickenlooper und gegen Julie Gonzales, ein progressives Mitglied des Senats von Colorado. Bei den Republikanern hatte Bundesstaates-Senator Mark Baisley keine Herausforderer und qualifizierte sich so zur Hauptwahl.[18]


Florida (Sonderwahl)

Nach Ausscheiden von Marco Rubio wurde Ashley Moody als Nachfolgerin ernannt. Sie strebt eine weitere Amtszeit an.[19]

Georgia

In Georgia traten drei Republikaner in der Vorwahl gegeneinander an, um die Nominierung der Partei zu erhalten, um im November gegen Amtsinhaber Jon Ossoff anzutreten. In Umfragen und bei Parteispenden führend war dabei der Kongressabgeordnete Mike Collins, der sich als Verbündeten von Trump anbot. Ebenso warb der Kandidat Buddy Carter für sich als Kämpfer für Trump. Der dritte Kandidat Derek Dooley hatte die Unterstützung des in Georgia populären Gouverneurs Brian Kemp. Trump hatte keine Wahlempfehlung ausgesprochen.[20] Da keiner der Kandidaten die 50-Prozent-Hürde nahm, kam es zur Stichwahl am 16. Juni zwischen Collins und dem Football-Trainer Dooley, der kurz vor dem Vorwahlabend in Umfragen noch drittplatziert gewesen war.[21] Kurz vor der Stichwahl rief Präsident Trump zur Wahl von Collins auf, der dann die republikanische Stichwahl für sich entschied.[22]

Idaho

Bei der republikanischen Vorwahl forderten drei Republikaner den 83-jährigen Amtsinhaber Jim Risch heraus.[23] Risch setzte sich eindeutig durch.[24] Bei den Demokraten gewann David Roth, der bereits bei der Senatswahl 2022 und der Kongresswahl 2024 im 2. Kongresswahldistrikt angetreten war.[25]

Illinois

Nachdem Senator Dick Durbin sich nicht zur Wiederwahl stellte, bewarben sich in der Vorwahl am 17. März bei den Demokraten die Vizegouverneurin Juliana Stratton sowie die Kongressabgeordneten Robin Kelly und Raja Krishnamoorthi um seinen Sitz im Senat. Krishnamoorthi ist ein in Neu-Delhi geborener indischer Amerikaner, Stratton und Kelly sind Afroamerikanerinnen.[26] Bei den Republikanern bewarben sich in der Vorwahl Don Tracy, R. Cary Capparelli, Jeannie Evans, Casey Chlebek, Pamela Denis Long und Jimmy Lee Tillman II.[27] Bei für eine Nicht-Präsidentenwahl ungewöhnlich hoher Wahlbeteiligung setzte sich bei der Vorwahl der Demokraten Juliana Stratton durch.[28] Bei den Republikanern qualifizierte sich Don Tracy als Strattons Gegenkandidat in der Hauptwahl im November.[29]

Iowa

Anfang September 2025 erklärte Senatorin Joni Ernst, dass sie nicht erneut antreten würde.[30] In der Vorwahl für den offenen Senatssitz setzten sich bei den Republikanern die Abgeordnete Ashley Hinson und bei den Demokraten der Paralympionike Josh Turek klar durch.[31]

Kentucky

Nachdem Senator Mitch McConnell nicht erneut angetreten war, bewarben sich zunächst sechs Männer in der republikanischen Vorwahl. Trump sprach sich für den Kongressabgeordneten Andy Barr aus, dem von Elon Musk unterstützen Nate Morris bot er zusätzlich den Posten eines Botschafters an, wenn er seine Kandidatur zurückziehe.[32] Unter den verbliebenen fünf Kandidaten setzte sich Barr bei der republikanischen Vorwahl deutlich durch.[33] Unter den sieben Bewerbern bei den Demokraten setzte sich Charles Booker durch.[34]

Louisiana

In der Vorwahl am 16. Mai schied der Amtsinhaber Bill Cassidy in der republikanischen Vorwahl aus. Die Kongressabgeordnete Julia Letlow und der Schatzmeister Louisianas John C. Fleming qualifizierten sich zur Stichwahl. Die Stichwahl wurde notwendig, da es der von Trump unterstützten Letlow nicht gelungen war eine Mehrheit zu erhalten.[35] Lettlow hatte 44,8 % erhalten, Fleming 28,3 % und Cassidy 24,8 %.[36] Es war das erste Mal seit der Nichtnominierung von Richard Lugar in Indiana 2012, dass ein amtierender Senator bereits in der Vorwahl nicht wiedergewählt wurde.[37] Die Stichwahl war auf den 27. Juni festgesetzt worden.[38] Auch bei den Demokraten konnte sich kein Kandidat in der ersten Runde durchsetzen, so dass es auch bei ihnen die Stichwahl am 27. Juni notwendig wurde. Erstplatzierter war hier Jamie Davis, die Nächstplatzierten trennten nur ein paar hundert Wählerstimmen.[38] David hatte 47,4 % erreicht, Gary Crockett 26,3 % und Nicholas Albares 26,2 %.[36]

In den Stichwahlen am 27. Juni 2026 setzte sich Letlow bei den Republikanern und Davis bei den Demokraten durch.[39] Die Wahl Letlows bei den Republikanern war dabei mit 57 % zu 43 % knapper als erwartet ausgefallen.[40]

Maine

Maine galt zu Beginn des Wahljahres als einer der vier wichtigsten Bundesstaaten, falls es zum Umkippen der Mehrheit von den Republikanern zu den Demokraten kommen sollte. Die moderate republikanische Amtsinhaberin Susan Collins galt als besonders angreifbar, da in Maine Kamala Harris mit einem Sieben-Prozent-Vorsprung gewonnen hatte, der Staat also den Demokraten zuneigte.[1] Maine nutzte dabei erstmals in seiner Geschichte eine „offene Primary“, bei der auch nicht in einer Partei registrierte Wähler bei den Parteien abstimmen können.[41]

Graham Platner

Die vom Partei-Establishment der Demokraten für eine Senatskandidatur gegen die Republikanerin Collins gewonnene ehemalige Gouverneurin Janet Mills brach ihre Kandidatur am 30. April 2026 ab, bevor sie in der Vorwahl am 9. Juni auf den als Außenseiter kandidierenden Veteranen und Austernfischer Graham Platner treffen konnte.[42] Platners Wahlkampfteam kam unter Druck wegen alter rassistischer Äußerungen Plattners und wegen Berichten über sein Verhalten gegenüber Frauen.[43] Plattner gewann die Vorwahl gegen die noch auf den Wahlzetteln stehende Mills und einen weiteren Kandidaten am 9. Juni deutlich.[44] Platner hatte dabei in absoluten Zahlen mehr Stimmen erhalten, als irgendein Demokrat in einer Senatsvorwahl seit 1918. Vorher waren Senatskandidaten nicht mit direkten Wählerstimmen ausgewählt worden. Die Wahlbeteiligung bei den Republikanern war in absoluten Zahlen die bis dahin höchste, wobei alle republikanischen Kandidaten zusammen nicht soviele Stimmen erhalten hatten, wie Platner allein.[41]

Am 4. Juni 2026 veröffentlichte die New York Times einen Artikel über drei Frauen, denen gegenüber Platner beunruhigendes Verhalten in Beziehungen gezeigt hätte.[45] Am 6. Juli berichtete Politico von sexuellem Missbrauch bei einer der drei Frauen, die nach eigenen Angaben mit ihm politisch einer Meinung sei.[46] Platner bestritt die Vorwürfe. Führende Demokraten wie die Senatoren Chuck Schumer und Kirsten Gillibrand forderten ihn auf vor Fristablauf am 13. Juli 2026 seine Kandidatur zurückzuziehen, da dann die Partei einen Ersatzkandidaten bestellen könne.[47] Partrilinke wie Bernie Sanders, Elizabeth Warren, Chris Van Hollen und Ruben Gallego zogen ihre Unterstützung zurück.[48] Am 8. Juli brach Platner seine Kandidatur ab.[49]


Mississippi

Bei der Vorwahl am 10. März qualifizierten sich bei den Republikanern die Amtsinhaberin Cindy Hyde-Smith mit 80,8 Prozent und bei den Demokraten Scott Colom mit 73,3 Prozent als Kandidaten ihrer Parteien für die Hauptwahl im November.[50] Hyde-Smith galt als Favoritin für die Hauptwahl gegen Colom, dessen Ernennung zum Bundesrichter von ihr drei Jahre zuvor verhindert worden war. In Mississippi war seit der Wahl von John Stennis 1982 kein Demokrat mehr zum U.S. Senator gewählt worden.[51]

Montana

Am Mittwoch, dem 4. März 2026 erklärte der republikanische U.S. Senator Steve Daines einen Tag nach Ablauf der Anmeldefrist für Senatskandidaturen, dass er nicht erneut zur Wiederwahl antrete. Er sprach eine Wahlempfehlung für Montanas Bundesstaatsanwalt Kurt Alme aus, der am Dienstag wenige Minuten vor dem Fristablauf seine Senatskandidatur angemeldet hatte. Noch am Mittwoch sprach auch Präsident Trump seine Unterstützung für Alme aus.[52] Der Vorgang wurde als Schachzug kritisiert, einen Nachfolger zu inthronisieren, ohne den Wählern ein Mitspracherecht zu geben.[53] Kurt Alme konnte am 2. Juni die Vorwahl der Republikanischen Partei mit mehr als drei Viertel der Stimmen für sich entscheiden. Die Demokraten stellten Alani Bankhead als Kandidatin auf.[54] Viele Demokraten unterstützten aber die Kandidatur des unabhängigen Kandidaten Seth Bodnar, dem Präsidenten der University of Montana und hofften, dass ihre Kandidatin auf die Kandidatur verzichte, um den republikanischen Kandidaten in dem sehr roten Staat schlagen zu können.[55]

Nebraska

Bei den Vorwahlen der Republikaner am 12. Mai 2026 setzte sich der Amtsinhaber Pete Ricketts mit knapp 82 % deutlich durch.[56] Bei den Demokraten setzte sich Cindy Burbank am selben Tag gegen den Pastor William Forbes durch, der in der Vergangenheit Donald Trump Unterstützung und sich gegen Abtreibungen ausgesprochen hatte. Forbes war deshalb vorgeworfen worden, dass er nur als republikanischer Strohmann kandidierte habe, um die Stimmen gegen Ricketts zu spalten. Burbank hatte vor der Vorwahl angekündigt, zugunsten des Unabhängigen Dan Osborn ihre Kandidatur dann zurückzuziehen.[57]

New Jersey

Bei den Demokraten hatte Amtsinhaber Cory Booker in der Vorwahl am 2. Juni keine Herausforderer, während sich bei den Republikanern Justin Murphy unter fünf Kandidaten mit einem Drittel der Stimmen durchsetzte.[58] Der Veteran Murphy war bereits 2024 zur Senatswahl angetreten, aber in der Vorwahl als Dritter ausgeschieden. Im Gegensatz zu Booker, der Wahlkampfmittel von $ 23 Millionen zur Verfügung hatte, hatte Murphy zum Vorwahltag keine Mittel.[59]

New Mexico

Am 2. Juni setzte sich Amtsinhaber Ben Ray Luján bei den Demokraten mit 78 Prozent gegen den demokratischen Sozialisten Matt Dodson durch. Bei den Republikanern sicherte sich der Write-in-Kandidat Larry E. Marker die Kandidatur zur Senatswahl im November.[60] Marker hatte 2022 für das Amt des Land Commissioner kandidiert, war aber weit abgeschlagen unterlegen und war 2024 letzter in der republikanischen Vorwahl für einen Sitz im Senat von New Mexico geworden.[61]

North Carolina

Bei der Vorwahl am 3. März setzte sich bei den Demokraten Roy Cooper mit 92 Prozent und bei den Republikanern der ehemalige Parteivorsitzende Michael Whatley mit 64,6 Prozent im Rennen um die Nachfolge des Republikaners Thom Tillis durch.[62]

Ohio (Sonderwahl)

Nach dem Ausscheiden von JD Vance als Vize Präsident wurde Jon Husted als Nachfolger ernannt. Er tritt als republikanischer Kandidat für die verbleibenden Amtszeit an.[63] Bei der Vorwahl am 5. Mai trat Husted bei den Republikanern ohne Gegenkandidaten an. Bei den Demokraten setzte sich der ehemalige Senator Sherrod Brown mit 89,5 % der Stimmen klar durch.[64] Brown war als potentiell starker Kandidat von dem Führer der Demokraten im Senat Chuck Schumer angeworben worden. Der Wahlkampf wurde als einer der potenziell teuersten Wettbewerbe der diesjährigen Senatswahlen gesehen, wobei Brown zum Zeitpunkt der Vorwahl über 17 Millionen Dollar verfügte und Husted über 8,1 Millionen Dollar.[65]

Oklahoma

Nachdem Markwayne Mullin im März 2026 Heimatschutzminister geworden war[8], kandidierte er nicht erneut. Der als Nachfolger ernannte Alan Armstrong[8] war gesetzlich verpflichtet auf eine Senatskandidatur zu verzichten.[9] In der Vorwahl am 16. Juni 2026 setzte sich der Kongressabgeordnete Kevin Hern mit der Unterstützung von Trump in der Vorwahl der Republikaner durch.[66]

Oregon

In den Vorwahlen der Demokratischen Partei am 19. Mai setzte sich Amtsinhaber Jeff Merkley mit 93,2 % klar gegen einen Herausforderer durch. Bei den Republikanern qualifizierte sich David Smith mit 29,5 % als Senatskandidat.[67]

South Carolina

In der Vorwahl am 9. Juni konnte sich der von Trump unterstützte Amtsinhaber Lindsey Graham mit 56,8 Prozent der Stimmen bei den Republikanern durchsetzen und vermied damit eine Stichwahl. Hierfür waren $ 18 Millionen investiert worden, um insbesondere den von Marjorie Taylor Greene, Steve Bannon und Joe Kent wegen seiner Ablehnung zum Irankrieg unterstützen Geschäftsmann Mark Lynch abzuweisen.[68] Graham starb am 12. Juli, etwa einen Monat nach der Vorwahl.[69][4] Es wurde eine außerordentliche Vorwahl der Republikaner für den 11. August angesetzt, um einen Ersatzkandidaten für Graham zu finden.[70]

Bei den Demokraten setzte sich in der Vorwahl im Juni Annie Andrews mit über 60 % der Stimmen durch.[71]

South Dakota

In der Vorwahl am 2. Juni setzte sich bei den Republikanern Amtsinhaber Mike Rounds deutlich gegen den Herausforderer Justin McNeal durch. Der Demokrat Julian Beaudion hatte in seiner Vorwahl keinen Gegenkandidaten.[72]

Texas

In Texas forderten der Attorney General Ken Paxton und der Kongressabgeordnete Wesley Hunt ihren republikanischen Parteifreund John Cornyn heraus. Paxton stellte sich als Parteigänger Trumps und Vertreter des MAGA-Flügels dar, während er selbst mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen hatte. Auf Seiten der Demokraten hatte zunächst Colin Allred als wahrscheinlicher Kandidat gegolten, der aber von dem Abgeordneten im Repräsentantenhaus von Texas James Talarico herausgefordert wurde. Allred zog seine Kandidatur zurück, als die Kongressabgeordnete Jasmine Crockett ihren Hut in den Ring warf.[73]

Bei den Vorwahlen setzte sich bei den Demokraten der moderate James Talarico gegen die progressivere Jasmine Crockett mit 52,8 Prozent zu 45,9 Prozent durch und qualifizierte sich damit zur Hauptwahl. Bei den Republikanern erhielt der dem Partei-Establishment zugerechnete Amtsinhaber John Cornyn 41,9 Prozent, der ihn herausfordernde dem rechten Parteiflügel zugerechnete texanische Attorney General Ken Paxton 40,7 Prozent und der Kongressabgeordnete Wesley Hunt 13,5 Prozent. Cornyn und Paxton mussten damit zur Stichwahl am 26. Mai antreten.[62] Bis zur Vorwahl hatte sich Donald Trump für keinen der republikanischen Kandidaten ausgesprochen, kündigte aber kurz nach der Vorwahl an bald eine Empfehlung für die Stichwahl an.[74] Der Vorwahlkampf zwischen Cornyn und Paxton entwickelte sich zu einer teuren Vorwahl, in der bis Mai 2026 von beiden Seiten über 120 Millionen Dollar allein in Fernsehwerbung ausgegeben wurden.[75] Erst kurz vor der Stichwahl sprach sich Trump für Paxton aus.[76] Ken Paxton gewann die Stichwahl dann deutlich.[77] Nach dem Sieg von Paxton änderte der Cook Political Report die Einschätzung des Wahlausgangs im November von „wahrscheinlich republikanisch“ (likely Republican) zu „eher republikanisch“ (lean Republican).[78] Von republikanischer Seite wurde geschätzt, dass die Unterstützung Paxtons im Wahlkampf weitere etwa $ 250 Millionen kosten würde.[79]

West Virginia

Erstmals wurde am 12. Mai in West Virginia unter einem Gesetz ingesting, welches die Vorlage eines Ausweises verlangte. Die Republikanische Partei hielt zum ersten Mal eine „geschlossene Vorwahl“ ab, bei der nur Parteimitglieder für republikanische Kandidaten abstimmen konnten. Bei den Senats-Vorwahlen setzte sich bei den Republikanern die Amtsinhaberin Shelley Moore Capito mit zwei Dritteln der Stimmen durch. Die Demokraten stimmten zu 33,1 % für Rachel Anderson als Herausforderin in der Senatswahl.[80]

Sitzprognose

Sitzprognose von Race to the WH (aktualisiert am 12.06.2026)
49
4
47
49 4 47 
Insgesamt 100 Sitze
  • Dem.: 49
  • Unentschieden: 4
  • Rep.: 47
Sitzprognose von 270towin (aktualisiert am 11.06.2026)
47
3
50
47 3 50 
Insgesamt 100 Sitze
  • Dem.: 47
  • Unentschieden: 3
  • Rep.: 50
Sitzprognose von Cook Political (aktualisiert am 03.06.2026)
47
3
50
47 3 50 
Insgesamt 100 Sitze
  • Dem.: 47
  • Unentschieden: 3
  • Rep.: 50

Der Senat hat 100 Sitze, von denen 35 zur Wahl stehen. Für eine Mehrheit benötigen die Republikaner 50 Sitze und die Demokraten 51 Sitze, da der Vizepräsident bei Stimmgleichheit die Entscheidung fällt und dieser aktuell ein Republikaner (JD Vance) ist.

Der Einfachheit halber werden die parteilosen Senatoren Angus King und Bernie Sanders, die beide Mitglieder der demokratischen Fraktion sind, als Demokraten dazugezählt.

Weitere Informationen Institut, Aktualisiert ...
Institut Aktualisiert Demokraten Unentschieden Republikaner
Keine Wahl Sicher Eher Vorsprung Vorsprung Eher Sicher Keine Wahl
Race to the WH[81] 12.06.2026 34 9 3 3 4 2 4 10 31
43 3 3 4 2 4 41
49 4 47
270towin[82] 11.06.2026 34 9 1 3 3 3 4 12 31
43 1 3 3 3 4 43
47 3 50
Cook Political Report[83] 03.06.2026 34 9 1 3 3 3 1 15 31
43 1 3 3 3 1 46
47 3 50
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Einzelnachweise

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