Janina Sokolowa
ukrainische Journalistin, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin
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Janina Mychajliwna Sokolowa (ukrainisch Яніна Михайлівна Соколова, wiss. Transliteration Janina Mychajlivna Sokolova; * 6. März 1984 in Saporischschja[1]) ist eine ukrainische Journalistin, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin.

Werdegang
Sokolowa studierte nach ihrem Schulabschluss zunächst für zwei Jahre an der Nationalen Universität Saporischja, bevor sie an die Nationale Iwan-Karpenko-Karyj-Universität für Theater, Kino und Fernsehen Kiew wechselte.[2] Bereits während ihres Studiums arbeitete sie für das Fernsehen und moderierte unter anderem eine dreistündige Sendung im Frühstücksprogramm des Senders Inter.[2] Während ihres Studiums war sie zunächst als Journalistin und Kolumnistin beim Verlag Telecity tätig, bevor sie eine Stelle als Korrespondentin bei der Zeitung Saporiska sitsch antrat.[1] Ab 2001 war sie nach einem vorangegangenen Praktikum beim Sender TV5 dort als Wettermoderatorin tätig. Ab 2003 moderierte Sokolowa die Sendung Wsi hroschi switu (dt.: Alles Geld der Welt) beim regionalen Fernsehsender Lot TV in Luhansk. Ab 2004 war sie auch als Schauspielerin tätig, unter anderem am Freien Theater und dem Dakh Theater in Kiew, wo sie unter anderem in Inszenierung von Die Möwe Jonathan und Der Idiot auftrat.
Ab 2006 moderierte sie wieder Morgensendungen bei den Fernsehsendern Inter und TV5, darunter die Sendungen Ranok s Interom, Ranok na Pjatomu und 1+1.[1] 2009 spielte sie die Hauptrolle der Lera im Kurzfilm Obiymy mene. Bei TV5 wurden ihr in der Folge auf im Hauptprogramm Moderationen übertragen. So leitete sie durch eine Kino- und eine Nachrichtensendung, bevor sie 2015 die Moderation von Randewu, einem Format, in dem sie hochrangige Politiker, Geschäftsleute und Personen des öffentlichen Lebens interviewt.[3][4] Zudem wirkte sie an einigen weiteren Produktionen dieses Senders mit, spielte unter anderem die Vera im Fernsehfilm Srochno ishchu muzha (2011) und wirkte in Tarif «Schastlivaya semya» (2013) mit.
Seit der Annexion der Krim 2014 und insbesondere seit dem Russischen Überfall auf die Ukraine seit 2022 setzt Sokolowa sich für ukrainische Belange ein und unterstützt ukrainisch-nationale Ideen.[2] 2018 erschien der Dokumentarfilm My – soldaty (dt.: Wir Soldaten), den sie mitproduziert hatte. Seit 2018 moderiert sie ein YouTube-Format, in dem sie berühmte Gäste interviewt. Inzwischen (Stand April 2026) verzeichnet ihr YouTube-Kanal mehr als 1,38 Millionen Abonnenten.[5] Nach einer 2019 überstandenen Krebserkrankung veröffentlichte sie ein aus Buch, Lied und Spielfilm bestehendes Multimedia-Projekt mit dem Titel Ya, Nina, das von ihrer Erfahrungen mit der Krebserkrankung handelt.[6] Im selben Jahr wurde sie zur beliebtesten Bloggerin in der Ukraine[7] und zu einer der 100 einflussreichsten Frauen der Ukraine gewählt.[8] Seit 2019 ist sie zudem Medienbotschafterin der Frauenrechtsbewegung HeForShe in der Ukraine.[9]
2021 gründete sie eine Stiftung zur Stärkung der mentalen Gesundheit in der Ukraine.[10] Im Oktober 2024 wurde Sokolowa für ihre pro-ukrainischen Äußerungen von einem Moskauer Gericht in Abwesenheit zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.[11]
Weblinks
- Janina Sokolowa bei IMDb
- Janina Sokolowa bei 24smi.org