Jean-Baptiste Poncet

französischer Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Jean-Baptiste Poncet (* 3. Februar 1827 in Saint-Laurent-de-Mure; † 6. Januar 1901 in Lyon) war ein französischer Maler, Radierer und Lithograf. Zudem wirkte er als Kunstpädagoge und war Direktor der École des Beaux-Arts in Lyon.[1]

Jean-Baptiste Poncet: Orpheus und Eurydike kehren aus der Unterwelt zurück (1867). Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie de Vienne

Leben

Jean-Baptiste Poncet wurde 1827 in Saint-Laurent-de-Mure geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung als Schüler von Hippolyte Flandrin. Später arbeitete er als dessen Gehilfe bei monumentalen Malereien, unter anderem in der Kirche Saint-Martin d’Ainay in Lyon sowie in der Kirche Saint-Germain-des-Prés in Paris. Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit war Poncet als Lehrer tätig und übernahm später die Leitung der École des Beaux-Arts in Lyon. Jean-Baptiste Poncet starb im Jahr 1901 in Lyon.[1]

Werk

Jean-Baptiste Poncet: Kapelle in der Villa Mangini (Lyon)

Jean-Baptiste Poncet arbeitete als Maler, Radierer und Lithograf. Sein malerisches Werk umfasst Porträts, religiöse Darstellungen und allegorische Themen. Zu seinen bekannten Gemälden zählen ein Porträt des Herzogs von Busignano, ein Selbstbildnis, ein Porträt Hippolyte Flandrins, die Darstellung einer jungen Flötenspielerin sowie das Gemälde Orpheus. Das Werk Christus erscheint Magdalena befindet sich in der Kathedrale von Noyon. Jean-Baptiste Poncet erlangte jedoch besondere Bedeutung durch seine grafischen Arbeiten. Er schuf zahlreiche Stiche, Radierungen und Lithografien, häufig nach Werken Hippolyte Flandrins. Hervorzuheben ist die umfangreiche Folge von Stichreproduktionen nach den Fresken Flandrins in der Kirche Saint-Germain-des-Prés in Paris. Im Jahr 1864 veröffentlichte Poncet die Schrift Hippolyte Flandrin esquissé par J.-B. Poncet, son élève, avec portraits et lettres inédites, in der er seinen Lehrer würdigte. Werke von Jean-Baptiste Poncet befinden sich in öffentlichem Besitz, unter anderem in Museen in Arras, Lyon und Villefranche.[1]

Literatur

  • Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 27, E. A. Seemann, Leipzig, 1933.
  • Marius Audin, Eugene Vial Dictionnaire Des Artistes Et Ouvriers D'Art Du Lyonnais, Nabu Press, 2010.
  • Elisabeth Hardouin-Fugier, Etienne Grafe: La peinture lyonnaise au XIXe siècle, Paris, 2000.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 11: Pinchon – Rouck. Paris, 2006.
Commons: Jean-Baptiste Poncet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI