Jean Paul Muller

luxemburgischer Ordensgeistlicher, Leiter der Don Bosco Mission in Bonn From Wikipedia, the free encyclopedia

Jean Paul Muller SDB (* 13. Oktober 1957 in Grevenmacher, Luxemburg) ist Ordensbruder, war Leiter der Don Bosco Mission in Bonn und war von 2011 bis 2025 Generalökonom der Salesianer Don Boscos. Seit September 2025 ist er Vorsitzender der Geschäftsleitung von „Don Bosco Jugendhilfe weltweit“ und Vorstandsmitglied der „Stiftung Don Bosco Schweiz“ in Beromünster/Schweiz.

Leben

Nach einer Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in Luxemburg, trat er 1978 in das Noviziat der Salesianer Don Boscos in Jünkerath ein. Nach der ersten Profess absolvierte er zunächst von 1979 bis 1984 eine Ausbildung zum staatlich geprüften Erzieher und war anschließend an verschiedenen vollstationären Einrichtungen der Erziehungshilfe und der Heimerziehung tätig. Von 1991 bis 1995 studierte er Heilpädagogik in Köln. Von 1996 bis 2000 leitete er das Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg bei Trier. Anschließend war er bis 2003 Koordinator verschiedener Sozialeinrichtungen im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.

Von 2003 bis 2012 leitete Muller die Don Bosco Mission in Bonn, die Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Deutschland. Dort war er von 2009 bis 2012 außerdem geschäftsführender Vorstand des Vereins Don Bosco Mondo e.V.

Innerhalb der Ordensgemeinschaft war er von 1990 bis 2011 Mitglied des Provinzialrates, zunächst der norddeutschen Provinz, dann ab 2005 der gesamtdeutschen Provinz. Außerdem gehörte er von 1996 bis 2011 der Koordinationsgruppe für die europäischen Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und Randgruppenarbeit an. Von 2000 bis 2003 war er am Provinzialat der norddeutschen Provinz der Salesianer Don Boscos Koordinator der erzieherischen Hilfen sowie Leiter der Referate „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Freiwilligendienste“. Von 2008 bis 2011 war er Moderator im Sozialen Beirat (Consulta mondiale) der Ordensgemeinschaft in Rom. Am 25. Januar 2011 wurde er zum Generalökonom der Ordensgemeinschaft mit Sitz in Rom ernannt.

Beim Berufsverband der Heilpädagogen (BHP) leitete er seit 1996 den Ausschuss „Heilpädagogen in der Jugendhilfe“ und seit 1999 die Arbeitsgemeinschaft „Berufsbild Ethik“. Seit 1998 war er Vorstandsmitglied und 2000 bis 2014 Vorsitzender dieses Berufsverbandes. In seine Amtszeit fällt 2005 die Entwicklung der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) in Berlin und 2013 die Gründung des Internationalen Archivs für Heilpädagogik in Trebnitz.

Von 1996 bis 1998 baute er den ökumenischen Erziehungshilfeverbund in der Eifel mit auf und war anschließend zusammen mit Günter Funk vom Verein der Schmiedelanstalten in Nannhausen Geschäftsführer der Jugendhilfestationen in der Eifel (Adenau, Bitburg, Daun, Prüm) bis 2002. Im Rahmen des Deutschen Caritasverbandes gehört er von 1998 bis 2005 dem Ausschuss Rheinland-Pfalz (Diözesen Mainz, Trier und Speyer) und dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft „Erzieherische Hilfen in der Diözese Trier“ an. Von 1998 bis 2005 ist er darüber hinaus Gesellschafter des Beratungsinstituts Vista GbR. Muller war Mitbegründer der Stiftung „Iuventus Mundi“ im Jahre 2002, und der Stiftung „Bildung ohne Grenzen“ im Jahre 2005.

Von 2003 bis 2012 war er Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Missionsprokuren. Des Weiteren war er Vorstandsmitglied im Deutschen Katholischen Missionsrat. Von 2009 bis 2011 gehörte er dem Aufsichtsrat der Pax-Bank Köln an. Seit Januar 2011 ist er Generalökonom der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Rom. Seit Anfang 2011 ist er Vorsitzender des „Consiglio superiore di Amministrazione“ der Salesianer-Universitaet (Universita Pontificia Salesiana) Rom. Vom Januar 2012 bis zum Oktober 2024 war er Conseiller Ecclésiastique der Luxemburgischen Botschaft beim Hl. Stuhl.

Ab Januar 2011 bis Ende April 2025 übernahm er die Verantwortung für die Verwaltung und die Finanzen der Kongregation der Salesianer Don Boscos auf Weltebene in seiner Funktion als Generalökonom. In dieser Zeit war er auch der Vorsitzende des „Obersten Verwaltungsgremiums“ der der Päpstlichen salesianischen Universität (UPS) in Rom. In seiner Verantwortung wurden weltweit „Project Developments Offices“ (PDO) in der Mehrzahl der 91 Provinzen der Salesianer auf allen Kontinenten aufgebaut um in den Projekten eine nachhaltige Planung, Transparenz und den Kindesschutz zu implementieren. Ein weiterer Schwerpunkt war die Finanzierung und Absicherung der Berufsausbildung für junge Menschen durch „Capacity Building Programs“, vor allem in Lateinamerika, Ozeanien und Afrika.[1]

Im Juli 2025 kehrt er nach Bonn zurück und wird zum Missionsprokurator für "Don Bosco Mission" berufen. Seit November hat er den Vorsitz der Stiftung „Juventus Mundi“. Er leitet als Vorsitzender das Kuratorium von „Don Bosco Mondo“ in Bonn.[2]

Im Oktober 2025 wurde Muller in den Vorstand des "Don Bosco Stiftungszentrums" mit Sitz in München berufen.[3]

Seit September 2025 leitet er als Vorsitzender der Geschäftsleitung den Verein „Don Bosco Jugendhilfe weltweit“ in Beromünster/Schweiz.[4]

Werke

  • Kostenfaktor Mensch - heilpädagogische Ethik angesichts sozialen Abbaus, Rendsburg 1996
  • Mut zum Querdenken - Heilpädagogik im Spannungsfeld neuen Denkens, Kiel 1998
  • Ziele und Methoden heilpädagogischer Arbeit in Europa, Berlin 2000
  • Educating Young People in Human Rights, Bonn/Johannesburg 2008
  • Planning and Development office at the service of the Salesian Charism, 2011
  • Provincial Mission office at the service of the Salesian Charism, 2012
  • Vernunft, Religion und Liebenswürdigkeit, 2013

Einzelnachweise

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