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Jeanne Burgues-Brun

französische Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jeanne Burgues-Brun (geboren am 10. Februar 1886 in Cognac; gestorben am 14. Oktober 1970 in Paris) war eine französische Schriftstellerin. Sie war unter den Pseudonymen Yves Blanc und Jeanne-Yves Blanc bekannt.

Porträtfoto schwarz-weiß, vergrößerter Zeitungsausschnitt aus La Vie Montpelliéraine, daher schlechte Bildqualität.
Jeanne Burgues-Brun, 1926

Leben

Als Tochter des Literaturlehrers Pierre-Antonin Brun und Nichte des provenzalischen Mundartdichters Jean Charles-Brun[1][2] interessierte sich Jeanne Brun für Literatur und trug bei der Feier ihres Gymnasiums oder bei Abenden der Volkshochschulen Gedichte oder Theaterstücke vor. In ihrem letzten Gymnasialjahr gehörte sie zu den Schülern mit den meisten Auszeichnungen. Nachdem sie 1905 an der École normale supérieure de Sèvres im Fachbereich Literatur zugelassen worden war, wurde sie Literaturlehrerin und begann gleichzeitig, Gedichte zu schreiben.[3] Sie heiratete am 27. Dezember 1909 Georges Burgues, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Montpellier.

1912 veröffentlichte sie ihren ersten Roman mit dem Titel Histoire de la maison de l’Espine, einen historischen Roman über eine Adelsfamilie des 17. Jahrhunderts.[4]

1915 begann sie einen Briefwechsel mit Guillaume Apollinaire[3], indem sie ihm einen Vierzeiler schrieb, den er später während des Krieges als „seinen Talisman“ bezeichnete.[5] Als seine Kriegspatin traf sie ihn 1917 in Paris.[6] In einem Brief vom 31. Januar 1918 schrieb er ihr, dass er es „absolut bedauerlich“ finde, dass sie ein „männliches Pseudonym angenommen“ habe, woraufhin sie das Pseudonym Jeanne-Yves Blanc annahm.[7]

Ihr Werk umfasst mehrere Gedichte über das Languedoc und das Roussillon[8] sowie Romane der Kinder- und Jugendliteratur. Ihr Gedichtband La barque sur le sable wurde 1927 mit dem Literaturpreis der „Aide aux femmes de professions libérales“ ausgezeichnet.[9]

1935 wurde sie in die Académie des sciences et lettres de Montpellier[10][2] aufgenommen, deren Mitglied sie bis zu ihrem Tod 1970 in Paris blieb.

Am 24. Mai 1936 erhielt sie in Perpignan im Rahmen der Literaturfestspiele „Genêt d’or“ das Offizierskreuz des Ordens des litauischen Großfürsten Gediminas aus den Händen des Präsidenten von Litauen, insbesondere als Auszeichnung für ihre Gedichte über dieses Land.

Werke

Umschlag des Buches La barque sur le sable (Das Boot im Sand); ein kleines Bild ist darauf, das eine Frau in fast schon antik anmutender Kleidung in einem Boot sitzend zeigt. Aus der rechten Hand scheinen Sterne zu fallen.
La barque sur le sable

Romane

  • Histoire de la maison de l’Espine (Yves Blanc), H. Daragon, 1912
  • Le Chemin hors des vignes (Jeanne-Yves Blanc), Gedalge, 1931
  • Mystère à Montségur (Jeanne-Yves Blanc), Gedalge, 1958

Reisebericht

  • Images de Lithuanie (Jeanne-Yves Blanc), Chanth, 1938

Gedichte

  • Le Long de la route (Yves Blanc), La Belle édition, 1919
  • Petits poèmes du terroir languedocien (Yves Blanc), L'Économiste méridional, 1921
  • La barque sur le sable (Jeanne-Yves Blanc), Revue des poètes, 1927
  • Corbeille de septembre (Jeanne-Yves Blanc), Les Gémeaux, 1933
  • Octave (Jeanne-Yves Blanc), Compagnie des écrivains méditerranéens, 1948

Briefe

  • Lettres reçues par Guillaume Apollinaire, Honoré Champion, 2018

Deutsche Übersetzungen scheinen nicht vorzuliegen; Neuauflagen gibt es nur bei den Briefen.

Literatur

  • M. L.-J. Thomas: Réception de Madame Jeanne-Yves Blanc - Réponse de M. L.-J. Thomas. In: Bulletin mensuel de l’Académie des sciences et lettres de Montpellier. 1935 (Werk auf Gallica).
  • Jean Noury, Jeanne-Yves Blanc: Une poétesse méridionale, Jeanne-Yves Blanc. Chanth, 1935.
Commons: Jeanne Burgues-Brun – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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