Jeanne Guiot

französische Ingenieurin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jeanne Guiot (geboren 24. März 1889 in Caen; gestorben 11. Juli 1963 in Avignon) war eine französische Ingenieurin, die sich auf Metallurgie spezialisiert hatte.

Leben

Sie studierte an der Universität Caen und absolvierte dort eine naturwissenschaftliche Ausbildung.[1]

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete sie sich als freiwillige Krankenschwester und unterbrach ihre Doktorarbeit in Naturwissenschaften.[2] 1917 gründete sie in Paris eine Gruppe freiwilliger Frauen, um den Mangel an Landarbeitern auszugleichen. Mit etwa sechzig Frauen bewirtschaftete sie neben ihrer Arbeit ein 1,5 Hektar großes Grundstück in Saint-Gratien, nordwestlich von Paris. Die Ernteerträge wurden für wohltätige Zwecke gespendet.[2]

1917 trat Jeanne Guiot als Ingenieurin in die Compagnie des forges et aciéries de la Marine et d'Homécourt (Gesellschaft der Stahlwerke der Marine) ein, die Lokomotiven für die schwere Artillerie oder Spezialstähle für die Marine lieferte. Sie wirkte an Entwicklungsprojekten in den Bereichen Energietechnik, Thermodynamik und Hochöfen mit.[3] 1922 wurde sie als erste Frau in die Société des ingénieurs civils de France (Gesellschaft der Ingenieure Frankreichs) aufgenommen, nachdem sie sich bereits 1917 vergeblich beworben hatte.[4]

Auszeichnung

  • 2026: Aufnahme in die Liste der 72 Wissenschaftlerinnen, deren Namen zusätzlich zu den 72 im ersten Stock des Eiffelturms eingravierten Namen von Wissenschaftlern hinzugefügt werden sollen.[3]

Einzelnachweise

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