Jemendrossel
Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Jemendrossel (Turdus menachensis) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]
| Jemendrossel | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Jemendrossel (Turdus menachensis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus menachensis | ||||||||||||
| Ogilvie-Grant, 1913 |

Der Vogel kommt auf der Arabischen Halbinsel in den Sarawat Bergen vor.
Der Lebensraum umfasst dicht mit Bäumen und Gebüsch bewachsene Flächen, bevorzugt Akazien und Wacholder, Olivenbäume, Wadis, große Gärten von 1200 bis 3100 m. ü. M.
Merkmale
Der Vogel misst etwa 23 cm und wiegt zwischen 72 und 79 g. Das Männchen ist einfarbig olivbraun an der Oberseite, blasser und grauer an der Unterseite mit schmaler dunkelbrauner Strichelung über das gelbbraune bis graue Kinn, über die Kehle bis zur Brust reichend. Der Steiß ist bräunlich, der Schnabel und der Augenring sind gelb, die Beine fleischfarben. Das Weibchen ist etwas matter gefärbt, häufig mit dunklen Federkielen an den Flanken und der Unterseite, der Schnabel ist matter gelb. Jungvögel haben eine dunklen Schnabel und gelbbraune Federspitzen an den Flügeldecken.[3]
Geografische Variation
Die Art ist monotypisch.[1][3][4][5]
Stimme
Der Gesang wird als klingende Folge von hohe flötenden, auch metallischen Lauten und hohen dünnen Tönen beschrieben, meist in der Dämmerung wie „treep-treep“ von einem „tsik-tsik“ gefolgt. Der Ruf ist ein plötzliches „chck-chck“ oder „shee-ak“ wie bei der Ringdrossel (Turdus torquatus), sanfteres „chuk-chuk-chuk“ wie bei der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) oder der Amsel (Turdus merula).[3]
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel, Populationen aus den nördlichen Gebieten können kurze Wanderungen außerhalb der Brutzeit vornehmen.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen, auch Schnecken und Früchte, die am Erdboden unter dem Laub gesucht werden.
Die Brutzeit liegt zwischen März und August. Das Nest ist eine feste Schale aus trockenem Gras, schmalen Zweigen, Moos und dünnen Rindenstreifen in 1–4 m Höhe in einem Busch oder einer Astgabel, meist gut versteckt, auch an bewachsenen Wänden. Das Gelege besteht aus 1–3 blass blauen Eiern mit rötlich-braunen Flecken.[3]
Gefährdungssituation
Die Jemendrossel gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) durch Habitatverlust wegen Holzfällungen und Überweidung.[6]
Literatur
- W. R. Ogilvie-Grant: Turdus menachensis. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 31, S. 86, 1913, Biodiversity Library
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Jemendrossel (Turdus menachensis)
- Jemendrossel (Turdus menachensis) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Yemen-thrush (Turdus-menachensis)
- Macaulay Library
- Turdus menachensis im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 8. Februar 2026.
- Jemendrossel auf oiseaux.net (französisch)
- Jemendrossel auf Briefmarken