Jenner Institute
britische Organisation
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Jenner Institute ist eine britische Forschungseinrichtung. Sie ist benannt nach Edward Jenner und forscht an Impfstoffen.
| Jenner Institute | |
|---|---|
| Gründung | 2005 |
| Ort | Oxford, University of Oxford |
| Direktor | Adrian Hill[1] |
| Mitarbeiter | 100[2] |
| Website | www.jenner.ac.uk |

Geschichte
Das Jenner Institute wurde 2005 in Kooperation mit dem Institute for Animal Health in Oxford gegründet. Pharmazeutisches Partnerunternehmen ist vor allem GlaxoSmithKline; weitere Förderung erfährt die Einrichtung unter anderem durch den Wellcome Trust und die Bill & Melinda Gates Foundation.
Das Institut betreibt Forschung auf dem Gebiet der Immunologie für die Human- und Veterinärmedizin. Im Jahr 2014 führte das Institut erste Versuche mit einem Ebola-Impfstoff durch.[1] Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Arbeit an Impfstoffen gegen Malaria. Ein erstes Vakzin (Mosquirix) erhielt 2015 positive Einschätzungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur.[3]
Mit der pandemischen Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus im Jahr 2020 begann auch im Jenner Institute die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Krankheit. Grundlagen dafür waren bereits mit früheren Forschungen zu ähnlichen Virenstämmen geschaffen worden.[4] Eine großangelegte Versuchsreihe mit dem experimentellen Vakzin ChAdOx1 nCoV-19 (neue Bezeichnung: Vaxzevria, zuvor AZD1222)[5] mit mehr als 5000 freiwilligen Probanden ist im Mai 2020 angelaufen.[6] Der AZD1222-Impfstoff wurde vom Jenner Institute in Zusammenarbeit mit der Oxford Vaccine Group entwickelt.
Ein bedeutender Durchbruch in der Malaria-Forschung gelang einem Forscherteam des Instituts im Jahr 2021.[7] Das Malaria-Vakzin R21/Matrix-M, das sich in der Entwicklung befindet, bewies dabei in einer Versuchsreihe in Burkina Faso eine Wirksamkeit von 77 %.