Jennifer Ulrich

deutsche Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Jennifer Ulrich (* 18. Oktober 1984 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin. Seit 2002 stand sie in über 60 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Jennifer Ulrich bei den Berlinale 2024

Leben und Karriere

2001 gab Ulrich im Filmdrama Große Mädchen weinen nicht von Maria von Heland ihr Schauspieldebüt vor der Kamera. Es folgten Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen wie Berlin – Eine Stadt sucht den Mörder, Untreu, Elementarteilchen und Die Wolke. 2008 übernahm sie in Dennis Gansels Literaturverfilmung Die Welle ihre erste Kinohauptrolle.

In den folgenden Jahren war Ulrich unter anderem in den Filmen Wir sind die Nacht, Zimmer 205, Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika und Diaz – Don’t Clean Up This Blood sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Für ihre Darstellung in Wir sind die Nacht erhielt sie 2011 den Fantasy Horror Award in der Kategorie Best Interpretation New Talent.[1]

Ab 2012 übernahm Ulrich wiederholt Hauptrollen in Fernsehfilmen, darunter Herztöne, Wüstenherz – Der Trip meines Lebens und Hangover in High Heels. Daneben spielte sie unter anderem in Polizeiruf 110,[2] Toleranz, Ein Sommer im Allgäu[3][4], Familie Wöhler auf Mallorca und Leg dich nicht mit Klara an.[5]

Seit Ende der 2010er Jahre wirkte Ulrich zudem in internationalen Produktionen mit, darunter das italienische Drama Drive me Home, die deutsch-chilenische Fernsehserie Dignity, der US-Episodenfilm Tell It Like a Woman[6] sowie der italienische Doku-Fiction-Film Pirandello – Il gigante innamorato.

Ulrich lebt in Berlin.

Soziales Engagement

Seit 2005 engagiert sich Ulrich für das Thema Organspende. Im selben Jahr schloss sie sich dem gemeinnützigen Verein Junge Helden e. V. an, mit dem sie Aufklärungsarbeit an Schulen sowie bei Jugendveranstaltungen und Festivals leistet, um über Organspende zu informieren und zu einer persönlichen Entscheidung anzuregen.

Ulrich erhielt im Jahre 2016 Morddrohungen[7][8][9] auf dem Social-Media-Portal Facebook. Sie setzte sich dort öffentlich für mehr Transparenz sowie bessere Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Polizei ein und übte Kritik an der Duldung von Hassreden und Straftaten seitens Facebook. Nachdem die Presse berichtet hatte, nahm auch die Politik ihren Fall zum Anlass, bessere Gesetze auf Social-Media-Plattformen zu fordern. Die Hessische Landesjustizministerin Eva Kühne-Hörmann nahm Ulrichs Fall im Hessischen Landtag als Beispiel, um „rechtliche Regelungen“ zu fordern, die Unternehmen, wie z. B. Facebook, dazu verpflichten, bei Hassreden und Volksverhetzung konkret zu handeln, auch wenn sie ihren Hauptsitz im Ausland haben[10].

Filmografie

Kinofilme

Fernsehfilme

Fernsehserien und -reihen

Commons: Jennifer Ulrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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