Jens Höner

deutscher Berufssoldat der Bundesmarine, Inhaber des deutschen Tieftauchrekordes From Wikipedia, the free encyclopedia

Jens Höner geb. Hilbert (* 16. Juni 1966 in Herford) ist ein ehemaliger deutscher Marineoffizier, zuletzt im Rang eines Korvettenkapitäns, und Extremtaucher. Während seiner Dienstzeit war er als aktiver Kampfschwimmer auch für die Ausbildung der Tauchereinheiten der Deutschen Marine zuständig.

Zur Bundeswehr kam Hilbert 1986 und wurde dort in Eckernförde von Wilhelm Probst zum Kampfschwimmer ausgebildet. Seine Leidenschaft zum Tauchen entwickelte Hilbert später weiter und gründete die deutsche Forschungsgruppe „Diamond-Divers“. Die Gruppe stellte einen Streckenrekord im Tauchen über eine Distanz von 55 Kilometern in 24 Stunden auf. Im Roten Meer stellte Hilbert 2002 mit einer Tiefe von 241 Metern den deutschen Tieftauchrekord auf. Im Jahr 2004 gelang es Hilbert und seiner Gruppe, das versunkene Wrack des Schweren Kreuzers Blücher im Oslo-Fjord in einer Tiefe von 94 Metern zu erforschen.

Hilbert war 2000 noch Mitglied der Nationalmannschaft der Apnoetaucher und war für die Bootsmannausbildung bei den Spezialisierten Einsatzkräfte Marine (SEK M) in Eckernförde verantwortlich. Wegen seiner damaligen Tätigkeit als Personalwerbeoffizier war er der einzige, der sich in der Funktion als aktiver Kampfschwimmer öffentlich unmaskiert zeigte.

Seine bekanntesten Tauchleistungen erbrachte er unter seinem Geburtsnamen Höner, ehe er durch Heirat seinen Zunamen in Höner abänderte.[1]

Nach 31 Jahren endete im Jahr 2017 Jens Höners Dienst als Kampfschwimmer.[2] Auch nach seinem endgültigen Ausscheiden aus der Marine blieb er in der Tauchbranche, u. a. beim Unternehmen Dynamicnord. Seit 2015 ist er stellvertretender Chefredakteur der Taucherzeitschrift Wetnotes.[3]

Einzelnachweise

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