Jens Scholz

deutscher Anästhesiologe und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Jens Scholz (* 7. September 1959 in Osnabrück) ist ein deutscher Anästhesiologe, Hochschullehrer und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.

Jens Scholz (2023)

Leben

Jens Scholz wurde 1959 als mittlerer von drei Söhnen des damaligen Handelsvertreters Gerhard Scholz und seiner Frau Christel, geborene Grünewald, in Osnabrück geboren. Seine Eltern arbeiteten beide in der Textilwirtschaft. Sein älterer Bruder Olaf war von 2021 bis 2025 deutscher Bundeskanzler.[1]

Scholz legte 1985 das medizinische Staatsexamen ab und wurde im selben Jahr von der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg promoviert. Von 1985 bis 1986 absolvierte er unter Jochen Schulte am Esch die Facharztweiterbildung an der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Von 1986 bis 1988 war er als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Pharmakologischen Institut der Universität Hamburg bei Hasso Scholz. Von 1988 bis 1992 setzte er die Facharztweiterbildung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fort und schloss diese als Facharzt für Anästhesiologie ab. Im selben Jahr wurde er zum Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie befördert. Nach seiner Habilitation für Anästhesiologie 1992 lehrte er am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, von 1996 bis 2000 als C3-Professor für Anästhesiologie. Von 1997 bis 2000 war er Leitender Notarzt in Hamburg. Von 2000 bis 2009 war er als C4-Professor Lehrstuhlinhaber und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Jahr 2009 erwarb er den Executive MBA an der Universität St. Gallen. Seit 2009 ist er Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Scholz ist seit 2015 Mitglied im Vorstand des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und wurde 2021 zum 1. Vorsitzenden gewählt.[2] Im November 2023 bestätigte die Mitgliederversammlung des VUD Scholz für eine weitere Amtszeit als 1. Vorsitzenden.[3]

Jens Scholz organisierte im März 2020 die kostenlose Aufnahme mehrerer französischer COVID-19-Patienten aus dem Elsass im Klinikum Kiel, was ihm in Frankreich Anerkennung einbrachte.[4]

Preise und Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Am 20. September 2006 wurde Scholz zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Matrikel-Nr. 7099) gewählt. Seit Februar 2024 ist er Senator der Sektion für Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiologie.[10]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Jürgen Wawersik: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. In: Jürgen Schüttler (Hrsg.): 50 Jahre Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin: Tradition und Innovation. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2003, ISBN 3-540-00057-7, S. 459–466.

Literatur

  • Jürgen Wawersik, Jens Scholz: Christian-Albrecht-Universität zu Kiel: Klinik für Anästhesiologie und Operative Medizin. In: Jürgen Schüttler (Hrsg.): 50 Jahre Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Tradition und Innovation. Unter Mitwirkung von Michael Goerig, Heike Petermann, Jochen Schulte am Esch und Wolfgang Schwarz. Springer-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-540-00057-7, S. 459–466, hier: S. 464.
Commons: Jens Scholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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