Jess G. Berthelsen

grönländischer Gewerkschafter From Wikipedia, the free encyclopedia

Jess Gustav Rasmus Berthelsen (* 5. Mai 1958 in Sisimiut)[1] ist ein grönländischer Gewerkschafter.

Leben

Jess G. Berthelsen wurde als mittleres von zehn Kindern als Sohn des Ladenbesitzers Hanninnguaq Berthelsen und seiner Frau Tabitha Olsen († 1986) in Sisimiut geboren.[1][2] Er ließ sich in Aarhus zum Maschinisten ausbilden. Anschließend kehrte er in seine Heimatstadt Sisimiut zurück.[3] Dort begann er sich im Ortsverband der Gewerkschaft SIK zu engagieren, deren Vorsitzender er mehrere Jahre lang war. 1988 wurde er Mitglied im Gewerkschaftvorstand.[2] 1989 zog er nach Nuuk.[3] Als 1990 der Gewerkschaftsvorsitzende Kristian „Pablo“ Poulsen wegen eines Finanzskandals beurlaubt wurde, übernahm Jess G. Berthelsen den Gewerkschaftsvorsitz.[4] In seinen ersten Jahren setzte er durch, dass Tarifverhandlungen auf Grönländisch geführt werden. 1993 wurde der Einheitslohn für grönländische und ausländische Arbeiter eingeführt.[3] 1999 gründete er die grönländische Rentenkasse SISA.[2]

Nebenher war er unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Sulisartut Højskoliat in Qaqortoq und Aufsichtsratsvizevorsitzender von Nuuk City Development sowie Mitglied von mehreren arbeitspolitischen und wirtschaftlichen Räten und Kommissionen.[5][1]

Er kandidierte bei der Parlamentswahl in Grönland 2025 erstmals für ein politisches Amt und erreichte den zweiten Nachrückerplatz der Siumut.[6]

Jess G. Berthelsen ist seit dem 18. Juli 2004 verheiratet mit der Politikerin Olga P. Berthelsen (* 1962),[1][7] mit der er fünf Kinder hat.[3]

Anlässlich seines 30. Jubiläums als Gewerkschaftsvorsitzender erschien 2021 eine Biografie über Jess G. Berthelsen.[8]

Literatur

  • Nukaaraq Eugenius: Jess Gustav. 2021.

Einzelnachweise

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