Jet (Band)
australische Band
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Jet sind eine australische Rockband. 2001 gegründet veröffentlichte sie in den 2000er-Jahren drei Studioalben. Vor allem durch die Single Are You Gonna Be My Girl (2004) erreichte sie Bekanntheit.
| Jet | |
|---|---|
Jet (2004) | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Melbourne, Australien |
| Genre(s) | Garage Rock, Hard Rock |
| Aktive Jahre | 2001–2012; seit 2016 |
| Website | jetofficial.com |
| Gründungsmitglieder | |
| Nic Cester | |
Gitarre, Gesang | Cameron Muncey |
Schlagzeug, Gesang | Chris Cester |
| Doug Armstrong | |
| Sven Paulsen | |
| Aktuelle Besetzung | |
Gitarre, Gesang | Nic Cester |
Gitarre, Gesang | Cameron Muncey |
Schlagzeug, Gesang | Hermann Bunde |
Bass, Klavier, Mundharmonika | Mark Wilson |
Geschichte
Die Brüder Nic und Chris Cester wuchsen in einem Vorort von Melbourne auf. Nics musikalische Entwicklung war von Soul, R&B[1] und Rockmusik etwa der The Who beeinflusst,[2] für den zwei Jahre jüngeren Chris war unter anderem Abbey Road von den Beatles prägend. Mitte der 1990er-Jahre lernten sie Gitarre bzw. Schlagzeug spielen und gründeten 2001 mit Cameron Muncey als weiterem Gitarristen Jet.[1][2] Für den Bandnamen wurde der Titel eines Paul-McCartney-Liedes aus dem Jahr 1973 gewählt.[1] Nic übernahm auch den Gesang überwiegend, Bassist war zunächst Doug Armstrong, ein Arbeitskollege.[3] Im Laufe des Jahres 2002 ersetzte Mark Wilson Armstrong. Als die Formation endgültig stand, waren deren Mitglieder etwa 22 Jahre alt. Die Brüder gaben ihre regulären Arbeitsstellen auf.[1]
Die ersten Konzerte fanden zu einem Zeitpunkt statt, als auch die australische Band The Vines internationale Erfolge feierte.[1] Live gebärdeten sich die Jet-Musiker wie AC/DC.[2] Sie setzten musikalisch die Tradition der Kinks fort, mit einem modernen Hauch Oasis.[2] 2002 veröffentlichte die Band in kleiner Auflage die Vinyl-EP Dirty Sweet, die komplett verkauft wurde.[4] Eine Nachauflage in derselben Höhe für England wurde ebenfalls restlos abgesetzt.[4] Von den Erlösen finanzierte Jet eine einseitig mit der knapp drei Minuten langen Komposition Take It or Leave It bespielte Single im 12"-Format, die im New Musical Express gefeiert wurde, was in Verbindung mit dem bekannt gewordenen EP-Ausverkauf Elektra veranlasste, sie unter Vertrag zu nehmen.[1] Im Profi-Business angekommen eröffnete die Band im Frühjahr 2003 die australischen Shows für die Rolling Stones.[1][4][5]
Die Aufnahmen zu ihrem ersten Album Get Born führten die Band in die Sunset Sound Studios nach Los Angeles.[2][1] Für die Produzenten-Tätigkeit wurde Dave Sardy verpflichtet, dem sich bereits The Dandy Warhols und Marilyn Manson anvertraut hatten.[6][2][1] Beatles-Legende Billy Preston spielte für ein stattliches Honorar zweimal Hammond-Orgel. Das Album wurde im Oktober 2003 veröffentlicht.[5] Das Riffing der Stücke brachte bei Rezensenten vor allem Assoziationen zu AC/DC hervor.[7] Der New Musical Express lobte das Werk sehr.[3] Die Single-Auskopplung Are You Gonna Be My Girl wurde rasch zum Radiohit.[4] Das Album profitiert vom Single-Hit und hatte sich bald drei Millionen Mal verkauft.[2] Später wurden es knapp vier Millionen Exemplare.[1][8][9] Es erhielt sieben Australian-Recording-Industry-Association-Nominierungen, sechsmal wurde die Auszeichnung vergeben.[4] Mit dem Song gilt die Band im deutschsprachigen Raum als One-Hit-Wonder.[10]
Die Band begann zu touren. Im Frühjahr 2004 spielte sie in Deutschland;[2] im Sommer des Jahres folgte eine Welttournee.[9] Im Sommer 2005 beteiligte sich Jet am Live-8-Konzert nahe Toronto.[1] Anschließend wurde das eigene Tourneeprogramm fortgesetzt, bei dem Jet in Europa in die Oasis-Tour einstieg.[4]
Die Arbeit am Nachfolgealbum war vom Tod des Vaters der beiden Brüder überschattet als auch geprägt.[1][11] Aus 50 Ideen wurden schließlich 15 Lieder entwickelt, die in sechs Monaten ausgearbeitet wurden.[1] Erste Sessions und Aufzeichnungen wurden auf Barbados durchgeführt, am Ende der Fertigstellungskette standen die Hillside Manor Studios in Los Angeles.[2][1] Shine On erschien im Oktober 2006. Weltweit wurden weit weniger Exemplare verkauft als vom Vorgänger, es erreichte aber die Charts.
Jet begab sich wieder auf Tournee.[4] Nic Cester nahm jedoch, als es möglich war, eine rund einjährige Auszeit[12] und zog nach Como in Italien.[12] Elektra wurde von Atlantic übernommen und erfuhr eine neue Ausrichtung, zu der Jet nicht mehr passte.[12] Die Band geriet in eine Krise, in der die gemeinsame Basis in Frage gestellt wurde, doch Chris Cester und Cam Muncey hielten an ihr fest und trieben die Planung für ein weiteres Album voran.[12] So begannen 2008 die Arbeiten an Shaka Rock, das im August 2009 veröffentlicht wurde.[4] Die Resonanz war jedoch enttäuschend.[2] Die Rezensentin von laut.de sah es zwiespältig: Es biete schnellen, tanzbaren Beat-Sound neben Kuschelrock für zuhause. Es fehle indes „das Neue, Überraschende, was der Bandname verspicht“.[13]
Am 26. März 2012 gaben die Musiker die Bandauflösung bekannt.[14] Die Brüder Cester hatten zu dem Zeitpunkt bereits eine neue Band namens DamnDogs gestartet.[7][2] Von 2016 bis 2019 fand die Band wieder zusammen. Sie spielte zu verschiedenen Gelegenheiten und auf kurzen Touren.[2] Abermals zur Reunion kam es 2023.[15]
Stil
Häufig werden für Jet die Stilbezeichnungen Garage Rock[4][16][17] und Retro-Rock gebraucht.[12] Auf die Musik der 1960er und 1970er wird ebenfalls oft verwiesen,[2][18] bisweilen mit Akzent auf der psychedelischen Komponente.[19] Nic Cester: „Mein Stil ist definitiv von den 1960ern geprägt – also sehr melodisch, aber auch minimalistisch. Ich bin keiner, der da groß rummacht und wer weiß wie angibt, sondern ich spiele vor allem das, was gut für den Song ist. Also was ihn richtig verstärkt, statt von ihm abzulenken.“[12]
Als Vorbilder und Einflüsse auf Musik, Kleidungsstil, Artwork etc. wurden genannt: AC/DC,[2][7][4][1][18][6][3][20][19] The Beach Boys,[2] The Beatles,[2][1][7][18][8][20][21] The Easybeats,[1] The Faces,[1] The Kinks,[2][1] Oasis,[2][1][3] Pink Floyd,[20] Ramones,[6] The Rolling Stones,[1][6][3][20] T. Rex,[1] The Vines,[20] und The Who[2][1][7]
Diskografie
Studioalben
| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[22] (Jahr, Titel, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | Get Born | DE19 (8 Wo.)DE |
AT51 (9 Wo.)AT |
CH85 (4 Wo.)CH |
UK14 (38 Wo.)UK |
US26 (85 Wo.)US |
AU1 ×8 (84 Wo.)AU |
NZ17 (17 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 13. Oktober 2003 |
| 2006 | Shine On | DE47 (3 Wo.)DE |
AT34 (3 Wo.)AT |
CH30 (4 Wo.)CH |
UK13 (3 Wo.)UK |
US16 (5 Wo.)US |
AU3 (17 Wo.)AU |
NZ35 (1 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 29. September 2006 |
| 2009 | Shaka Rock | DE59 (1 Wo.)DE |
AT38 (2 Wo.)AT |
CH15 (4 Wo.)CH |
UK53 (1 Wo.)UK |
US27 (3 Wo.)US |
AU5 (8 Wo.)AU |
NZ22 (2 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 21. August 2009 |
Kompilationen
- 2004: Rare Tracks
EPs
- 2003: Dirty Sweet
- 2009: She’s a Genius
Singles
| Jahr | Titel Album |
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[22] (Jahr, Titel, Album, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | Are You Gonna Be My Girl Get Born |
DE49 (7 Wo.)DE |
— | — | UK16 ×2 (7 Wo.)UK |
US29 (25 Wo.)US |
AU20 (21 Wo.)AU |
NZ17 ×3 (8 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 1. September 2003 |
| 2004 | Rollover DJ Get Born |
— | — | — | UK34 (3 Wo.)UK |
— | AU21 (7 Wo.)AU |
— | |
| Look What You’ve Done Get Born |
— | — | — | UK28 (3 Wo.)UK |
US37 (20 Wo.)US |
AU14 (11 Wo.)AU |
NZ16 (17 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 8. März 2004 | |
| Cold Hard Bitch Get Born |
— | — | — | UK34 (2 Wo.)UK |
US55 (20 Wo.)US |
AU33 (12 Wo.)AU |
— | ||
| Get Me Outta here Get Born |
— | — | — | UK37 (2 Wo.)UK |
— | — | — | ||
| 2006 | Put Your Money Where Your Mouth Is Shine On |
— | — | — | UK23 (5 Wo.)UK |
— | AU14 (8 Wo.)AU |
— |
Erstveröffentlichung: 18. September 2006 |
| Bring It on Back Shine On |
— | — | — | UK51 (2 Wo.)UK |
— | — | — | ||
| 2007 | Rip It Up Shine On |
— | — | — | — | — | AU49 (1 Wo.)AU |
— | |
| 2009 | She’s a Genius Shaka Rock |
— | — | — | — | — | AU20 (14 Wo.)AU |
NZ18 (18 Wo.)NZ |
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2009 |
| 2010 | Seventeen Shaka Rock |
— | — | — | — | — | AU31 (11 Wo.)AU |
— | |
Weitere Singles
- 2002: Take It or Leave It
- 2006: Shine On
- 2009: Black Hearts (On Fire)
Videoalben
- 2004: Family Style
- 2004: Right Right Right (UK)
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Platin-Schallplatte
|
Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.
| Land/RegionAuszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen) |
Verkäufe | Quellen | ||
|---|---|---|---|---|
| — | 40.000 | capif.org.ar | ||
| 805.000 | aria.com.au | |||
| — | 300.000 | musikindustrie.de | ||
| — | 100.000 | fimi.it | ||
| — | 100.000 | riaj.or.jp | ||
| — | 100.000 | musiccanada.com | ||
| 112.500 | radioscope.co.nz | |||
| — | 60.000 | elportaldemusica.es | ||
| 2.000.000 | riaa.com | |||
| 1.600.000 | bpi.co.uk | |||
| Insgesamt | ||||

