Jing Hu

österreichische Politikerin (NEOS) From Wikipedia, the free encyclopedia

Jing Hu (* 1. August 1985 in Sanming, Fujian, Volksrepublik China) ist eine österreichische Politikerin der NEOS. Seit Juni 2025 ist sie Abgeordnete zum Wiener Gemeinderat und Landtag. Zuvor war sie von 2020 bis 2025 Mitglied der Bezirksvertretung des 22. Wiener Gemeindebezirks Donaustadt.[1]

In einem Porträtinterview wurde sie als erste Mandatarin mit chinesischem Migrationshintergrund im Wiener Stadtparlament beschrieben.[2]

Leben und Ausbildung

Hu wurde 1985 in der südostchinesischen Stadt Sanming geboren. Ihre Familie übersiedelte während ihrer Kindheit nach Österreich, wo sie in Wien aufwuchs.[2]

Sie studierte Pharmazie und absolvierte Teile ihrer Ausbildung unter anderem am University College London. Zusätzlich studierte sie Sinologie an der Universität Wien.[2]

Beruflich ist sie als Apothekerin tätig und ist zudem unternehmerisch im Gastronomiebereich aktiv.[2]

Politische Laufbahn

Bezirksvertretung Donaustadt

Von November 2020 bis Juni 2025 war Hu Mitglied der Bezirksvertretung des 22. Wiener Gemeindebezirks Donaustadt.[1]

Während ihrer Tätigkeit als Bezirksrätin war sie unter anderem Mitglied im Umweltausschuss sowie in der Entwicklungs- und Sozialkommission des Bezirks.[3]

Regionalmedien berichteten mehrfach über ihre politische Arbeit im Bezirk, insbesondere im Zusammenhang mit Infrastruktur-, Mobilitäts- und Stadtentwicklungsthemen in der Donaustadt.[4]

Wiener Gemeinderat und Landtag

Bei der Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl 2025 zog Hu für die NEOS in den Wiener Gemeinderat und Landtag ein.[5]

Seit dem 10. Juni 2025 ist sie Abgeordnete zum Wiener Gemeinderat und Landtag sowie Schriftführerin des Wiener Landtages.[1]

Innerhalb des NEOS-Rathausklubs fungiert sie als Sprecherin für Gesundheit, Sport und Bäder.[6]

Politische Positionen

Hu äußerte sich in Medienberichten wiederholt zu Fragen der Gesundheitsversorgung sowie zur Weiterentwicklung der medizinischen Infrastruktur in Wien.[7][8]

Sie sprach sich unter anderem für eine stärkere Nutzung digitaler Technologien im Gesundheitswesen sowie für eine Verlagerung von Leistungen vom stationären in den ambulanten Bereich aus, ein Konzept, das häufig mit dem Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ beschrieben wird.[9]

Als Gesundheitssprecherin der NEOS Wien unterstützte sie zudem Initiativen zur Ausweitung von Impfangeboten, etwa durch die Möglichkeit von Impfungen in Apotheken.[10]

Einzelnachweise

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