Joachim Ziche
deutscher Agrarsoziologe
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Joachim Ziche (* 6. Juni 1936 in Meiningen; † 25. Februar 2024 in Ast bei Freising) war ein deutscher Agrarsoziologe und Hochschullehrer an der Technischen Universität München (TUM) in Weihenstephan und der Universität von Sambia.[1]
Leben und Wirken
Ziche schloss das Studium der Landwirtschaft an der TU München-Weihenstephan ab, promovierte dort 1961 zum Dr. agr., habilitierte sich 1969 und übte danach eine Tätigkeit als Hochschuldozent aus. 1971 ging Ziche als Professor an die Universität von Sambia, kehrte 1973 wieder nach München-Weihenstephan zurück, wo er die Leitung der Abteilung für Agrarsoziologie übernahm. Er lehrte dann von 1976 bis 1984 erneut in Sambia und kehrte danach wieder nach Weihenstephan zurück, wo er 1986 einen eigenständigen Lehrstuhl für Agrar- und Landsoziologie begründete. Ehrenamtlich war Joachim Ziche in der Evangelischen Landeskirche Bayerns aktiv.
Forschungsengagement
Ziche hat neben der Lehre eine umfangreiche Sozialforschung betrieben. Er verfasste über 70 Aufsätze. Die besondere Aufmerksamkeit erzielte die Schrift „Der Einfluss von Presse und Funk auf die agrarpolitische Meinungsbildung der Öffentlichkeit“ (1964, 104 S.) und die gemeinsam mit Ulrich Planck verfasste Publikation „Land- und Agrarsoziologie“, 1979, 580 Seiten, das zum Standardwerk der ländlichen Sozialforschung aufstieg.[2][3]
Literatur
- Theophil Gerber: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin , Nora Verlagsgesellschaft Berlin 2014, ISBN 978-3-936735-67-3
Weblinks
- Hartmut Boettcher, Manfred G. Raupp: Hohenheimer Lexikon der Agrarbiografien 2025, Seite 2616 DOI:10.60848/12209
- Traueranzeige Prof. Dr. Joachim Ziche
- Traueranzeige Prof. Dr. Joachim Ziche der Ev. Landeskirche Landshut