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Jochen Brandtstädter

deutscher Psychologe und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Jochen Brandtstädter (* 7. April 1943 in Essen) ist ein deutscher Psychologe und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1962 in Essen und dem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte Jochen Brandtstädter von 1964 bis 1969 Psychologie an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken). Dort legte er 1969 die Prüfung als Diplom-Psychologe ab. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Psychologischen Institut dieser Universität bzw. an der Universität Trier-Kaiserslautern. 1971 promovierte er in Saarbrücken bei Peter Orlik mit einer Dissertation über "Intelligenz als Funktion der Persönlichkeit".[2] 1975 wurde er Professor an der Universität Trier, 1977 Ordinarius an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 1980 bis zu seiner Emeritierung 2011 war er ordentlicher Professor für Psychologie an der Universität Trier. Von 1983 bis 1984 war Brandtstädter Mitglied und Forscher am Wissenschaftskolleg zu Berlin und 2004 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Academia Europaea.

Jochen Brandstädters Schwerpunkte seiner Forschung sind die pädagogische Psychologie und die Entwicklungspsychologie.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Zur Bedeutung der pädagogischen Psychologie für die Planung und Kritik der Erziehungspraxis. In: Jochen Brandtstädter/Günther Reinert (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Probleme und Perspektiven. Klett-Cotta, Stuttgart 1979, S. 79–104, ISBN 3-12-926611-9.
  • (mit Alexander von Eye): Pädagogisch-psychologische Praxis zwischen Prävention und Korrektur. In: Ebd., S. 355–379.
  • (mit Leo Montada): Normative Implikationen der Erziehungsstilforschung. In: Klaus Schneewind (Hrsg.): Erziehungsstilforschung. Theorien, Methoden und Anwendung der Psychologie elterlichen Erziehungsverhaltens. Huber, Bern 1980, S. 33–56, ISBN 3-456-80967-0.
  • (mit Alexander von Eye): Psychologische Prävention. Grundlagen, Programme, Methoden. Huber, Bern 1982, ISBN 3-456-81177-2.
  • Entwicklung in Handlungskontexten. Aussicht für die entwicklungspsychologische Theoriebildung und Anwendung. In: Hans Lenk (Hrsg.): Handlungstheorien interdisziplinär. Bd. 3,2. Fink, München 1984, S. 848–878, ISBN 3-7705-1928-0.
  • (Hrsg. u. Mitautor): Entwicklungsberatung unter dem Aspekt der Lebensspanne. Hogrefe, Göttingen 1985, ISBN 3-8017-0232-4.
  • (Hrsg. u. Mitautor): Struktur und Erfahrung in der psychologischen Forschung. de Gruyter, Berlin 1987, ISBN 3-11-010501-2.
  • Entwicklung im Lebenslauf. Ansätze und Probleme der Lebensspannen-Entwicklungspsychologie. In: Karl Ulrich Mayer (Hrsg.): Lebensverläufe und sozialer Wandel (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderhefte, Bd. 31). Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, S. 322–350, ISBN 3-531-12187-1.
  • Entwicklung - Intentionalität - Handeln. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-017104-6.
  • (mit Georg Felser): Entwicklung in Partnerschaften. Risiken und Ressourcen. Huber, Bern 2003, ISBN 3-456-83957-X.
  • Das flexible Selbst. Selbstentwicklung zwischen Zielbindung und Ablösung. Elsevier, Spektrum Akad. Verl., Heidelberg 2007, ISBN 3-8274-1785-6.
  • (Mithrsg. u. Mitautor): Entwicklungspsychologie der Lebensspanne. Kohlhammer, Stuttgart 2007, ISBN 3-17-018180-7.
  • Positive Entwicklung. Zur Psychologie gelingender Lebensführung. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 3-8274-2841-6 (2. Aufl. 2015).

Einzelnachweise

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