Johann Baptist Schott

deutscher Architekt des Historismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Baptist Schott, ab 1912 Johann Baptist Ritter von Schott, (* 31. Januar 1853 in Schönau bei Bad Kohlgrub; † 14. Juli 1913 in Stockdorf) war ein deutscher Architekt.

Pfarrkirche St. Nikolaus in Zwiesel
Pfarrkirche St. Josef in Weiden
Pfarrkirche St. Anton in Passau
Basilika St. Anna in Altötting

Leben

Schott schrieb sich 1872 an der Polytechnischen Schule München als Student des Ingenieurfaches ein. 1880 ließ er sich in München nieder; 1896 heiratete er die aus Pfeffenhausen stammende Anna Rucker.

Seine ersten eigenständigen Arbeiten stammen aus dem Jahr 1879. 1886 gründete er in München unter seinem Namen ein Spezial-Architektur-Büro für kirchliche Kunst. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten lag bis 1895 ausschließlich in der Diözese Passau, wo er eine dominante Stellung einnahm und für die Planung zahlreicher sakraler Bauvorhaben herangezogen wurde. Er schuf aber auch in den Diözesen Regensburg, München-Freising und Bamberg mehrere kirchliche Neubauten. Schott beherrschte die gesamte stilistische Palette des Historismus: Im Stil der Neugotik entstand zum Beispiel die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Zwiesel, im Stil des Neobarocks die Basilika St. Anna in Altötting.

Neben Kirchen entwarf er Pfarrhöfe, Friedhofanlagen, das Knabenseminar in Passau sowie Schulen. Kurz vor seinem Tod wurde er von Prinzregent Luitpold in den persönlichen Adelsstand erhoben. Pläne, seinen Tätigkeitsbereich in die Rheinpfalz auszudehnen, konnte er nicht mehr verwirklichen.

Die Gesamtzahl seiner sakralen und profanen Bauten, Entwürfe und Ausstattungen beläuft sich auf 170 Einzelprojekte bei 145 verschiedenen Ortsangaben.[1]

Bauten und Entwürfe (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

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