Wikiwand AI

Johann Ferdinand Schrank

Wiener Vizebürgermeister und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Ferdinand Schrank, auch Johann Ferdinand Edler von Schrank (* 1. September 1830 in Wien; † 28. Dezember 1881 ebenda[2]) war Wiener Vizebürgermeister und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[3]

Karikatur von Johann Ferdinand Schrank, Der Floh vom 3. Juli 1870[1]

Leben

Johann Ferdinand Schrank war Sohn des Advokaturskonzipienten Franz Schrank († 1852). Er studierte von 1852 bis 1856 Rechtswissenschaft an der Universität Wien und promovierte im Jahr 1857 zum Dr. iur. in Graz. Von 1858 bis 1865 studierte er auch Medizin an der Universität Wien, blieb allerdings ohne Abschluss. Zunächst arbeitete er als Konzeptspraktikant, wurde um 1865 Konzeptsbeamter an der Lottogefällendirektion in Wien und ab etwa 1859 war er auch Lehrer für Handelswissenschaft und Nationalökonomie an der privaten Handelslehranstalt Pazelt in Wien. Ab 1867 war er Lehrer an der Gremial-Handelsschule (seit 1876 Handelsfachschule) in Wien, wurde aber 1873 wegen seiner politischer Tätigkeit beurlaubt. Ab 1879 war er dort Direktor. Von 1871 bis 1877 war er auch Lehrer für Nationalökonomie an der Wiener Handelsakademie und von 1868 bis 1879 auch Direktor der Handelsschule und der gewerblichen Schulzweige des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins. Ab 1870 war er auch Direktor der gewerblichen Fortbildungsschule für Mädchen in Wien-Neubau.

Im Jahr 1866 war er Gründungsmitglied des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins, 1868 Mitgründer und Obmann des Demokratischen Vereins im Bezirk Neubau in Wien und 1873 der Wiener demokratischen Gesellschaft (die im Jahr 1876 aufgelöst wurde). Im Jahr 1881 wurde er in den Adelsstand erhoben und durfte sich fortan Johann Ferdinand Edler von Schrank nennen (was seiner Popularität schadete, zumal er diese Nobilitierung selbst ansuchte und diese in scharfem Kontrast zu seinen politischen Idealen stand). Nach ihm wurde im Jahr 1907 in Wien die Schrankgasse (⊙) benannt.

Er starb am 28. Dezember 1881 im Alter von 51 Jahren in seiner Wohnung in Wien laut Sterbebuch an „cong. Herzfehler“ (also an einem kongenitalen (angeborenen) Herzfehler). Er wurde in der Kirche zu Maria Trost eingesegnet und am Mödlinger Friedhof begraben.[4]

Er war römisch-katholisch und ab 1865 verheiratet mit Ludowika Andraschek, mit der er einen Sohn hatte. Sein Bruder war der Mediziner Josef Schrank (1838–1907).

Johann Ferdinand Schrank war von 1870 bis zu seinem Tod am 28. Dezember 1881 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (II., III. und IV. Wahlperiode), als liberaler Abgeordneter der Städte (Wien VII.). Von 1871 bis 1881 war er im Landesausschuss, von 1866 bis 1881 Gemeinderat und von 1880 bis 1881 zweiter Vizebürgermeister von Wien.

Politische Funktionen

Johann Ferdinand Schrank war vom 4. November 1873 bis zum 22. Mai 1879 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Städte 7 (Wien VII. Bezirk (Neubau)) zuständig. Er unterlag bei den Neuwahlen im Jahr 1879 seinem Gegenkandidaten Adolf Wiesenburg.[5][6]

Klubmitgliedschaften

Johann Ferdinand Schrank war Mitglied im Klub der Demokraten.

Literatur

Commons: Johann Ferdinand Schrank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks