Johann Philipp von Gebsattel
Bischof von Bamberg
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Johann Philipp von Gebsattel (* 13. Mai 1555; † 26. Juni 1609) war von 1599 bis zu seinem Tode 1609 Fürstbischof des Hochstiftes Bamberg.

Johann Philipp von Gebsattel stammte aus der fränkischen reichsfreien Adelsfamilie von Gebsattel. Er schlug eine geistliche Laufbahn ein und erwarb Pfründe an den Domkapiteln von Würzburg und Bamberg. Lange Zeit vermied er den Erwerb höherer Weihen und lebte als Minorist in einem eheähnlichen Verhältnis; er war Vater mehrerer legitimierter Kinder.[1]
1599 wurde er zum Bischof von Bamberg gewählt. Als Fürstbischof baute die Giechburg um 1600 zu ihrer beachtlichen Größe aus.[2] Damit entstand aus einer Burgruine eine späte Höhenburg, die den Ansprüchen der Wehrhaftigkeit einer zeitgemäßen Burg nicht mehr entsprach und besser als ein Renaissanceschloss zu bezeichnen war. Weitere monumentale Bautätigkeiten begann er mit der späteren Neuen Residenz in Bamberg.[3]
Im deutlichen Gegensatz zu seinen Vorgängern setzte er sich nicht für die Gegenreformation ein. Seine Gegner, insbesondere Kurfürst Maximilian von Bayern und Bischof Julius Echter von Würzburg, warfen ihm Sympathien für den Protestantismus vor und betrieben seine Absetzung, die nur durch seinen Tod 1609 verhindert wurde.[1]

Sein Grabdenkmal befindet sich seit der Stilrestaurierung des Domes von Bamberg in der Michaelskirche im linken Seitenschiff (siehe auch Kloster Michelsberg).
Wappen
Das Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp von Gebsattel ist geviert. Es beinhaltet das Familienwappen der von Gebsattel in den Feldern zwei und drei. Es zeigt in Rot einen silbernen Bockshals mit schwarzen Hörnern. Im ersten und vierten Feld sind die Hoheitssymbole des Bistums Bamberg aufgenommen, ein schwarzer Löwe, bedeckt von einer silbernen Schrägrechtsleiste auf goldenem Grund.