Johann von Köln (Lübecker Maler)
deutscher Maler
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Leben
Leben und Wirken des Johann von Köln sind bis heute nicht erforscht.[1]

Er ist als Auftragnehmer und Meister einer Werkstatt mit zwei Gesellen für die Altarflügel des Antonius-Retabels im Lübecker St. Annenmuseum archivalisch belegt. Dieser Flügelaltar (239 × 134,5 × 28 cm) mit der Statue des heiligen Antonius war eine Auftragsarbeit der Antoniusbruderschaft von 1520 und fand Aufstellung in der Maria-Magdalenenkirche des Burgklosters.[2] Der Auftrag im Wert von 310 Mark lübisch ist im Rechnungsbuch 1521–1533 der Antoniusbruderschaft durch deren Älterleute, darunter der Kaufmann Christian Northoff, dokumentiert.[3] Der Werkanteil des Johann van Kollen bestand aus der Bemalung der Flügel und wurde mit 150 Mark Lübisch vergütet. Dem standen 80 Mark Lübisch für die Schnitzarbeiten Benedikt Dreyers gegenüber.
Werke
- Malereien am Antonius-Retabel im St. Annen-Museum, archivalisch datiert 1520–1522.[4]
Zuschreibungen
- ostseitige Lettnertafeln in der Lübecker Marienkirche, 1942 beim Luftangriff auf Lübeck verbrannt[5]
- Flügelgemälde des Passionsretabels in der St. Nicolaikirche in Arboga, Schweden[5]
Nicht haltbare Zuschreibungen
Literatur
- Adolph Goldschmidt: Lübecker Malerei und Plastik bis 1530. 1890, S. 33.
- R. Struck: Johan van Collen. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 19: Ingouville–Kauffungen. E. A. Seemann, Leipzig 1926, S. 50 (Textarchiv – Internet Archive).
- Friedrich Bruns: Die Entstehung des St. Antonius-Altarschreins der ehemaligen Burgkirche zu Lübeck. In: Nordelbingien- Band 5.1. 1926, S. 476–482.
- Harald Busch: Altmeister des Nordens. Die altdeutsche Malerei 1450–1550. 2. Auflage, Hamburg 1943.
- Christoph Emmendörffer: Hans Kemmer. Ein Lübecker Maler der Reformationszeit. Leipzig 1997.
- Uwe Albrecht: Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalereien in Schleswig-Holstein. Band 1: Hansestadt Lübeck. Sankt Annen Museum. Ludwig, Kiel 2005.