Johanna von Wangenheim
deutsche Stifterin
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Johanna von Wangenheim[1] (vollständiger Name Johanna Hedwig Wilhelmine Cäcilie von Wangenheim, geborene von der Decken; * 10. Oktober 1786; † 4. März 1860 in Hannover)[2] war eine deutsche Stifterin[1] und zählt zu den bedeutenden Frauengestalten der niedersächsischen Landeshauptstadt.[3]


Leben
Johanna von der Decken wurde während der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover zur Zeit des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg als Mitglied des Adelsgeschlechtes von der Decken geboren.[1] Ihre Eltern war der Jurist und hannoversche Staats- und Kabinettsminister Claus von der Decken (1742–1826) und Wilhelmine Charlotte Juliane Sophie von Hanstein (1757–1798). Während der sogenannten „Franzosenzeit“ heiratete sie 1806[4] den Oberhofmarschall und Geheimen Rat Georg von Wangenheim. Nach dessen Tod begründete die Witwe über ihr Testament eine Stiftung, die „Gräflich Wangenheim- und Eickstedt-Peterswaldsche Stiftung“, die sie nach ihrem Ehemann sowie ihrer Stief- und Schwiegermutter benannte, Juliane Philippine von der Decken (* 10. August 1742; † 1824), geborene Gräfin von Eickstedt-Peterswalde.[1] Johann von Wangenheims hinterlassenes, bedeutendes Vermögen wurde auch als „Wangenheimsches Vermächtnis für alte schwache Leute“ bekannt.[4]
Mit dem Tod von Johanna von Wangenheim erlosch ihr Grafengeschlecht vollständig.[2] Die Adelige wurde – ebenso wie zuvor ihr Ehemann – auf dem Gut Waake bei Göttingen bestattet.[4]
Archivalien
Archivalien von und über Johanna von Wangenheim finden sich beispielsweise
- „als Testament der Gräfin Johanna von Wangenheim, geb. von der Decken, 1859“ im Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Gotha unter dem Titel Gründung und Verwaltung der Familienstiftung des Wangenheim-Wintersteiner Stamms für die Laufzeit 1840 bis 1863; Archivsignatur 628; Bestandssignatur 2-97-0958[5]
Peterswaldstraße
Die 1925 im hannoverschen Stadtteil Bothfeld angelegte Peterswaldstraße, die von der Damaschkestraße zur Klingsöhrstraße führt, wurde laut dem Adressbuch Hannover von 1952 „nach der Begründerin der Peterswaldstiftung“ benannt.[1]