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Johannes Martini (Maler)

deutscher Maler und Graphiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Johannes Martini (* 9. Juni 1866 in Chemnitz; † 6. Februar 1935 in München) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Mädchen im Watt, um 1898
Fritz Behn mit Fäustel bei der Arbeit, um 1928

Leben

Johannes Martini war an der Kunstakademie Berlin Schüler von Franz Skarbina. Sodann verbrachte er zwei Jahre an der Académie Julian in Paris. Martini stellte seine Werke u. a. in der Großen Kunstausstellung in Berlin, aber auch im Pariser Salon aus. Er nahm 1911 teil an der Jubiläumsausstellung zum 90. Geburtstag von Prinzregent Luitpold sowie an der Jahresausstellung im Berliner Glaspalast.

Martini verbrachte einen großen Teils seines Lebens in München und wohnte im Stadtteil Schwabing. Er war verheiratet mit Claire, geborene Kundt, die Cousine von Marie Kundt; beide hatten einen Sohn.

Viele seiner Bilder gelten als verschollen. Ein umfangreicher Nachlass in Form von Briefen befindet sich bei einem Münchner Privatmann und einem Sammler im hessischen Raum. Sein Werk umfasst auch erotische Zeichnungen, die in Teilen in einer Frankfurter Privatsammlung erhalten sind.

Er war als bildender Künstler Mitglied in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft (AdK), in der Münchner Künstlergenossenschaft sowie im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands (RVbK) und hatte sehr viele Kontakte zu bekannten Persönlichkeiten wie z. B. Siemens, Krupp und dem Vatikan.

Johannes Martini gehört zu den Künstlern des Amperlands wie z. B. Otto Johannes Bähr, Ludwig Bock, Hansl Bock, Wilhelm Leibl, Carl Olof Petersen und Paula Wimmer.

Bernd Dürr ordnete des künstlerische Schaffen von Johannes wie folgt ein: „In seinen Illustrationen der schwingenden und auf dekorative Wirkung zielende Linienführung des Jugendstils verschrieben, bleibt Martini einer der wenigen Künstler, deren malerisches Werk gänzlich von der ursprünglichen Idee und Technik des französischen Impressionismus geprägt ist“.[1]

Vom 23. April bis 30. Dezember 2023 wurden in Zusammenarbeit mit dem Museum Behnhaus Drägerhaus, Lübeck in der Gothmund-Ausstellung Werke von Johannes Martini gezeigt, da dieser öfter im Nachbardorf Israelsdorf tätig gewesen war. Kuratoren waren Heiko Jäckstein und Marlis Zahn.[2] Ein Neufund dieser Ausstellung war das von Martini gemalte Porträt der Cousine seiner Frau, Marie Kundt. (Diese hat an der Photographischen Lehranstalt, Lette Verein Berlin, maßgeblich das Berufsbild MTA Radiologie und Metallographie geprägt.[3])

Literatur

Einzelnachweise

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