John Huston Ricard

US-amerikanischer Ordensgeistlicher, Bischof von Pensacola-Tallahassee From Wikipedia, the free encyclopedia

John Huston Ricard SSJ (* 29. Februar 1940 in Baton Rouge, Louisiana; † 20. Mai 2026 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer römisch-katholischer Ordensgeistlicher, Generalsuperior der St.-Joseph-Gesellschaft vom Hl. Herzen und Bischof von Pensacola-Tallahassee.

Leben

John Huston Ricard trat der St.-Joseph-Gesellschaft vom Hl. Herzen bei, legte am 1. Juni 1967 die ewige Profess ab und empfing am 25. Mai 1968 das Sakrament der Priesterweihe. 1970 absolvierte er ein Masterstudium an der Tulane University in New Orleans. Er war associate professor an der Tulane University (1970–71) und an der CUA (1973–80). 1984 wurde er an der The Catholic University of America, Washington, promoviert. Von 1978 bis 1981 war er Generalrat seines Ordens.[1]

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 25. Mai 1984 zum Weihbischof in Baltimore und Titularbischof von Rucuma. Die Bischofsweihe spendete ihm der Erzbischof von Baltimore, William Donald Borders, am 2. Juli desselben Jahres in der Kathedrale Maria Königin in Baltimore; Mitkonsekratoren waren Thomas Austin Murphy, Weihbischof in Baltimore, und Eugene Antonio Marino SSJ, Weihbischof in Washington.

Am 20. Januar 1997 wurde er zum Bischof von Pensacola-Tallahassee ernannt. Papst Benedikt XVI. nahm am 11. März 2011 seinen vorzeitigen Rücktritt an.

Im Juni 2019 wurde er zum Generalsuperior der St.-Joseph-Gesellschaft vom Hl. Herzen gewählt. 2023 wurde er für eine zweite Amtszeit im Amt bestätigt.[2]

Bischof Ricard war ein führender Kopf der afroamerikanischen katholischen Gemeinschaft. Über drei Jahrzehnte hinweg fungierte er als Präsident des National Black Catholic Congress. Er setzte sich intensiv für Bürgerrechte sowie die Überwindung rassistischer Barrieren ein und leitete unter anderem eine Taskforce der US-Bischofskonferenz zur Bewältigung rassischer Spannungen. Zudem engagierte er sich von 1995 bis 2002 als Vorsitzender von Catholic Relief Services.[1]

John Huston Ricard starb am 20. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren im St.-Joseph’s-Seminary in Washington, D.C.[3]

Sein Cousin Shelton Fabre ist seit 2022 Erzbischof von Louisville.

Einzelnachweise

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