John N. Wilkinson
Ingenieur und Unternehmer
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John N. Wilkinson (* 1940; † 25. Dezember 1993) war ein Ingenieur und Unternehmer. 1972 wurde er für die Entwicklung eines speziellen Lampengehäuses für die Filmprojektion mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet.
Leben
Wilkinson wurde 1940 oder nach anderen Angaben 1939 geboren.[1][2][3] Er erlangte 1962 seinen Bachelor of Science an der University of Notre Dame und seinen Master of Business Administration 1971 an der University of California, Los Angeles.[3]
Er arbeitete von 1962 bis 1965 bei der Douglas Aircraft Company als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Testingenieur.[3] Von 1965 bis 1966 arbeitete er bei Aerospace Controls als leitender Ingenieur, danach von 1966 bis 1969 für die Xerox Corporation als Technischer Leiter der Illumination Systems Division.[3]
1969 war Wilkinson Mitbegründer der Optical Radiation Corporation (ORC) in Azusa, Kalifornien.[4] Das Unternehmen entwickelte, produzierte und vertrieb eine Vielzahl von ophthalmologischen Produkten und optischen Systemen für medizinische, industrielle und wissenschaftliche Anwendungen.[5] Wilkinson war bei ORC zunächst Technischer Direktor (Director of Engineering) und verantwortete in dieser Funktion vor allem die Produktentwicklung, Sonderprojekte und den Aufbau der Kundenbeziehungen.[4] Außerdem war er bei ORC auch Mitglied des Verwaltungsrates und Schatzmeister des Unternehmens.[4] 1973 wurde er zum Company Vice President ernannt.[4]
Wilkinson entwickelte bei ORC das Lampengehäuse No. 6000 mit 4500 Watt für Xenon-Bogenlampen für die Filmprojektion, bei dessen Einbau in Kinos er oft persönlich beratend involviert war.[6] Bei der Oscarverleihung 1972 wurde Wilkinson für „die Entwicklung und Konstruktion eines Systems von Lampengehäusen für Xenon-Bogenlampen für die Filmprojektion“ mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung (Scientific or Technical Award, Class II) ausgezeichnet.[7]
Wilkinson war in den späten 1970er Jahren bei der Optical Radiation Corporation auch an der Entwicklung eines kontinuierlich laufenden Filmprojektors beteiligt.[8] 1980 reichte er ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufwickeln einer Endloskassette zur Patentierung ein; das Patent wurde im Juni 1980 erteilt.[9]
Er war Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS).[4] Später ging Wilkinson teilweise in den Ruhestand und fungierte als Senior Vice President nur noch als Berater und Vorstandsmitglied der Optical Radiation Corporation.[2]
John N. Wilkinson starb am ersten Weihnachtstag 1993 auf seiner Ranch in Montana an den Folgen eines Schusswaffenunfalls.[2] Er wurde im Live Oak Memorial Park im kalifornischen Monrovia beigesetzt.[1]
Weblinks
- John N. Wilkinson bei academycollection.org