Joprima

Schiffstyp für Trockenfracht From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Frachtschiffsserie Joprima war ein Trockenfrachtschiffstyp der Rostocker Schiffswerft „Neptun“.

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Serie Joprima
Technische Daten (Überblick)
Werft:VEB Schiffswerft „Neptun“, Rostock
Bauzeitraum:1968 bis 1969
Außerdienststellung:1991 bis 2010
Vermessung:4202 BRT / 2314 NRT
Tragfähigkeit:6015 t
Länge über Alles:114,70 m
Länge zwischen den Loten:106,60 m
Breite:16,60 m
Seitenhöhe:7,80 m
Tiefgang:6,44 m
Antrieb:1 × MAN K6Z57/80A3 Dieselmotor auf 1 × Festpropeller
Gesamtleistung:2942 kW
Geschwindigkeit:15 Knoten
Besatzung:bis zu 33
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Die Schiffe

Hergestellt wurde die Baureihe von 1968/9 in fünf Einheiten für eine norwegische Reederei. Vorgesehen waren die als Volldecker vermessenen Schiffe vorwiegend für den Transport von Stück- und Schüttgütern sowie besonders Holzladungen.

Die Serie umfasste:

  • Erstes Schiff und Namensgeber der Serie war die am 31. März 1968 übergebene Joprima mit der Baunummer 361. Die in Oslo beheimatete Joprima wurde mehrfach verkauft und umgetauft, zuletzt 1987 auf den Namen First Star und ist 1991 in Calcutta abgebrochen worden.[1]
  • Die Joruna wurde 1968 übergeben und fuhr seit 1990 unter dem Namen Dalia. Sie brach am 6. März 1994 vor Selata (bei Batrun) in zwei Teile und sank daraufhin.[2]
  • Das dritte Schiff war die 1969 fertiggestellte Joselin. Nach mehreren Umbenennungen war sie ab 2003 unter dem Namen Mashta Azzar in Fahrt.[3] Im Jahr 2009 wurde sie zum Abbruch verkauft.[4]
  • Das vierte Schiff war die als Sigyn auf Kiel gelegte und 1969 fertiggestellte Jotina. Nach mehreren Umbenennungen war sie seit 2002 unter dem Namen Al Naser unterwegs.[5] Im Jahr 2010 wurde sie unter dem Namen Razan zum Abbruch nach Indien verkauft.[6]
  • Den Abschluss der Baureihe, die komplett an Norwegen geliefert wurde, bildete die am 23. August 1969 abgelieferte Joulla, die zuletzt 1995 in A.Bedevi umbenannt, 2010 zum Abbruch in die Türkei verkauft wurde.[7][8]

Technik

Der neuentwickelte Eindeckschiffstyp mit kurzer Back und weit achtern liegender Maschinenanlage war für den Holztransport optimiert. Die ebenfalls weit achtern angeordneten Aufbauten wurden so weit wie möglich gegen Maschinengeräusche isoliert. Die 2942 kW leistenden 2-Takt Dieselmotoren des Typs MAN K6Z 57/80 A3 waren in Lizenz gefertigte MAN-Motoren des Herstellers VEB Maschinenbau Halberstadt. Der Hauptmotor konnte direkt von der Brücke aus gesteuert werden.

Die drei Laderäume ohne Zwischendecks und einem Schüttgutvolumen von 8587 m3 und einem Ballenraum von 8122 m3 wurden in den Räumen II und III mit versetzbaren Herften versehen, um das Schiff nötigenfalls zum Fünflukenschiff zu machen. Die Luken wurden mit Faltlukendeckeln verschlossen, die für die Aufnahme von Holzdeckslasten konstruiert waren. Das nach dem System Velle erstellte Ladegeschirr bestand aus drei 8-Tonnen-Ladebäumen, einem 15-Tonnen-Ladebaum, sowie einem Schwergutbaum für 50 Tonnen. Die Winden wurden hydraulisch betrieben.

Literatur

  • Neumann, Manfred; Strobel, Dietrich: Vom Kutter zum Containerschiff. Schiffe von DDR-Werften in Text und Bild. 1. Auflage. VEB Verlag Technik, Berlin 1981, OCLC 947754923.

Einzelnachweise

Siehe auch

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