Josef Olbrich

deutscher Erziehungswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef Olbrich (* 4. Mai 1935 in Grabine; † 6. März 2011)[1] war ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer.[2]

Leben und Wirken

Josef Olbrich arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Lateinischen Philologie zunächst als Gymnasiallehrer. Parallel dazu studierte er Erwachsenenbildung bei Fritz Borinski an der Freien Universität Berlin und promovierte dort bei ihm 1970 mit einer Dissertation über den Erwachsenenpädagogen Eduard Weitsch. Ab 1969 arbeitete er als Assistent von Prof. Borinski an der FU Berlin. 1974 erfolgte seine Habilitation. Von 1975 bis 1976 lehrte er dann als Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität der Bundeswehr Hamburg. 1976 übernahm der dann eine Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Freien Universität Berlin. Dort lehrte er bis zum Eintritt in den Ruhestand 2003[3] und wirkte vor allem für die Entwicklung des Gebiets der Erwachsenenbildung an dieser Universität.

In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Josef Olbrich neben der Erwachsenenbildung und ihrer Geschichte mit der Arbeiterbildung.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Konzeption und Methodik der Erwachsenenbildung bei Eduard Weitsch. Klett, Stuttgart 1972, ISBN 3-12-926260-1 (= Dissertation Freie Universität Berlin).
  • (mit Helmut Keim u. Horst Siebert): Strukturprobleme der Weiterbildung. Kooperation, Koordination und Integration in Bildungspolitik und Bildungsplanung. Bertelsmann, Düsseldorf 1973, ISBN 3-571-09053-5.
  • Arbeiterbildung in der Weimarer Zeit. Konzeption und Praxis. Westermann, Braunschweig 1977, ISBN 3-14-160802-4.
  • Politische Bildung als erwachsenenpädagogische Aufgabe. In: Winfried Schlaffke/Helmut Winter (Hrsg.): Politische Erwachsenenbildung. Bestandsaufnahme und Diskussion. Deutscher Instituts-Verlag, Köln 1980, S. 53–73, ISBN 3-602-14013-X.
  • (Hrsg.): Legitimationsprobleme in der Erwachsenenbildung. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005398-1.
  • (Hrsg.): Arbeiterbildung nach dem Fall des Sozialistengesetzes (1890–1914). Konzeption und Praxis. Westermann, Braunschweig 1982, ISBN 3-14-160807-5.
  • (mit Hanns-Albrecht Schwarz): Politik und Bildung. Arbeiterbildung nach 1945 (= Arbeiten zur Weiterbildung und zur außerschulischen Jugendbildung, Bd. 1). Lang, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-631-40566-9.
  • Robert von Erdberg und das Freie Volksbildungswesen. In: Benno Schmoldt (Hrsg.): Pädagogen in Berlin (= Materialien und Studien zur Geschichte der Berliner Schule, Bd. 9). Schneider-Verl. Hohengehren, Baltmannsweiler 1991, S. 273–290, ISBN 3-87116-692-8.
  • Systemtheorie und Erwachsenenbildung. In: Rudolf Tippelt (Hrsg.): Handbuch Erwachsenenbildung, Weiterbildung. 2. überarb. Aufl. Leske + Budrich, Opladen 1999, S. 157–183, ISBN 3-8100-2329-9.
  • Fritz Borinski – Vita und Werk. Von der Praxis zur Wissenschaft von der Erwachsenenbildung. In: Franz-Josef Jelich/Robert Haußmann (Hrsg.): Fritz Borinski. Zwischen Pädagogik und Politik – ein historisch-kritischer Rückblick (= Geschichte und Erwachsenenbildung, Bd. 12). Klartext-Verlag, Essen 2000, S. 11–34, ISBN 3-88474-758-4.
  • Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland. Unter Mitarbeit von Horst Siebert. Leske + Budrich, Opladen 2001, ISBN 3-8100-3349-9.
  • Mein subjektiver Blick auf die Wissenschaft von der Erwachsenenbildung. In: Rainer Brödel/Horst Siebert (Hrsg.): Ansichten zur Lerngesellschaft. Festschrift für Josef Olbrich. Schneider-Verl. Hohengehren, Baltmannsweiler 2003, S. 13–38, ISBN 3-89676-654-6.

Festschrift

Einzelnachweise

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