Joseph Apoux
französischer Grafiker
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Joseph Apoux (* 5. November 1846 in Le Blanc, Département Indre, Frankreich; † 11. November 1910 in Le Kremlin-Bicêtre, Département Val-de-Marne) war ein französischer Maler und Grafiker. Er war vorwiegend in Paris tätig.[1]

Leben
Joseph Apoux stammte aus Le Blanc im Département Indre. Er ließ sich in Paris zum Künstler ausbilden und war Schüler des akademischen Historienmalers Jean-Léon Gérôme. Ab 1880 trat Apoux öffentlich als Künstler hervor und beteiligte sich zwischen 1880 und 1882 mehrfach am Pariser Salon des Artistes Français. Darüber hinaus nahm er 1886 in Paris an der Exposition internationale de Blanc et Noir teil.[1]
Werk
Joseph Apoux war als Maler von Genre- und Historienbildern sowie als Grafiker tätig. Seine auf dem Kunstmarkt seltenen Gemälde zeigen bevorzugt figürliche Darstellungen, darunter historische Sujets wie Lucrèce Borgia et ses poupées aus dem Jahr 1880 oder Genrebilder wie La petite laitière aus dem Jahr 1882. Charakteristisch für seine Malerei sind Figuren und Formen, die aus einem dunklen Bildgrund in betonten Rot- und Goldtönen hervortreten. Dabei ist eine deutliche Orientierung an Rembrandts Malerei erkennbar.[1]
Als Grafiker arbeitete Apoux vorwiegend als Radierer und bevorzugte dabei die Technik der Kaltnadel. Neben Genre- und Historienthemen schuf er auch Aktdarstellungen. Insgesamt ist sein Werk nur spärlich überliefert und nur selten dokumentiert.[1]
Literatur
- Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 2, Wilhelm Engelmann, Leipzig, 1908.
- Emmanuel Bénézit: Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs. Band 1, Gründ, Paris, 1976.
- Gérald Schurr: Les petits maîtres de la peinture, valeur de demain. Band 4, Les Éditions de l’Amateur, Paris, 1979.
- Ernest Bellier de La Chavignerie, Louis Auvray: Dictionnaire général des artistes de l’École française. Supplément, Renouard, Paris, 1887.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.