Joseph MacDonagh

britischer Politiker, Unterhausabgeordneter From Wikipedia, the free encyclopedia

Joseph Michael MacDonagh (* 18. Mai 1883 in Cloughjordan, County Tipperary, Irland; † 25. Dezember 1922 in Dublin, Irland) war ein irischer Politiker der Sinn Féin. Er war von Mai 1921 bis zu seinem Tod im Dezember 1922 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas).

Joseph MacDonagh (1922)

Biografie

MacDonagh war zunächst als Zollbeamter tätig. Sein ältester Bruder Thomas unterzeichnete die Erklärung über die Republik Irland und kämpfte im Osteraufstand 1916. Doch Thomas wurde gefasst und am 3. Mai 1916 hingerichtet. MacDonagh verlor seine Stelle als Beamter und zog im September 1916 nach Dublin, um dort Schulleiter an der St. Enda’s School zu werden. Ab 1918 war er freiberuflich als Steuerberater und wenig später als Versicherungsmakler tätig. Seit der Hinrichtung seines Bruders engagierte er sich im Neuaufbau der Sinn Féin. In dieser Zeit war er mehrfach interniert.

Bei den Wahlen 1918 kandidierte er ohne Gegenkandidat im Wahlkreis Tipperary North. An der ersten Sitzung im Mansion House in Dublin konnte er wegen einer erneuten Inhaftierung nicht teilnehmen. Er beschwerte sich über die seltenen Sitzungen und die geringe Teilnahme. 1920 wurde er dann Mitglied in der Dublin Corporation und im Rathmines Town Council. Da die Arbeitsministerin Constance Markievicz von den Briten inhaftiert worden war, nahm er kommissarisch die Rolle des Arbeitsministers ab Januar 1921 wahr. Während des Unabhängigkeitskrieges war er fast immer auf der Flucht. Bei den Wahlen 1921 wurde er erneut ohne Gegenkandidat im Wahlkreis Tipperary Mid, North and South in den Dáil gewählt. Er verlor jedoch den kommissarischen Ministerposten. MacDonagh lehnte den Anglo-Irischen Vertrag vehement ab. Er konnte seinen Sitz bei den Wahlen 1922 verteidigen.[1] Mit dem Ausbruch des irischen Bürgerkriegs wurde er festgenommen, konnte jedoch aus der Kaserne in Portobello zunächst entkommen. Doch schon wenig später erfolgte eine weitere Festnahme. Wegen einer Blinddarmentzündung wurde er operiert, verstarb aber zwei Tage später im Dezember 1922 an einer Peritonitis. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Glasnevin.

MacDonagh war seit 1913 mit Margaret O’Toole verheiratet, mit der er drei Kinder hatte.

Einzelnachweise

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