Joseph Pearson (Kulturhistoriker)
Kanadischer Autor
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Leben
Zwischen 1997 und 2001 promovierte Pearson in Neuerer Geschichte an der University of Cambridge.[1] Pearson lehrte in den Geisteswissenschaften an der Columbia University,[2] New York University,[3] der Universität der Künste Berlin,[4] und der Barenboim-Said-Akademie, ein Friedensprojekt unter der Leitung des Dirigenten Daniel Barenboim.[5] Er ist der Neffe der Kinderbuchautorin Kit Pearson.[6]
Karriere
Seine Geschichte und sein Porträt der deutschen Hauptstadt Berlin erschien 2017 bei Reaktion Press[7] und University of Chicago Press[8]. The Independent nannte Berlin „the last word in explaining not only Berlin's incredible history, but also its present day cultural situation“[9] und Bloomberg berichtete, dass das Buch „meisterhaft eine genaue Lektüre der Metropole in all ihrer brutalen Unmittelbarkeit bietet“.[10] Das Buch wurde auch in der German Studies Review positiv besprochen.[11]
Pearsons zweites Buch My Grandfather's Knife wurde im April 2022 von HarperCollins und The History Press veröffentlicht, mit einer spanischen Übersetzung von Planeta im Oktober 2022. Das Buch erzählt die Geschichten von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs anhand von Alltagsgegenständen, die sie besaßen.[12]
Sein drittes Buch (2025), The Airlift, ist eine Alltagsgeschichte der Berliner Luftbrücke, die im Vereinigten Königreich bei The History Press und in Nordamerika bei Pegasus Books / Simon and Schuster (unter dem separaten Titel Sweet Victory) erschienen ist.[13] Lettre International veröffentlichte ein Kapitel auf Deutsch in der Sommerausgabe 2025.[14] Kirkus Reviews bezeichnete das Werk als „den Beginn des Kalten Krieges durch ein scharfes Auge“, und Publishers Weekly nannte es „einen aufschlussreichen, unmittelbaren Blick auf die Berliner Luftbrücke … [der] einem wichtigen historischen Wendepunkt zusätzliche Komplexität verleiht“.[15]
Sein viertes Buch, Wer Da? Begegnungen mit Thomas Ostermeier (Alexander Verlag, 2026) ist ein biografisches Porträt des deutschen Theaterregisseurs, das auf Essays basiert, die Pearson als Hausessayist der Schaubühne verfasst hat.[16]
Seine Arbeiten erschienen in The Guardian,[17] Newsweek,[18] New England Review,[19] der BBC,[20] AGNI,[21] Monocle Magazine,[22] Prism International[23] und vielen anderen Publikationen. Seine Sachbücher wurden ins Deutsche, Französische, Arabische, Mandarin und andere Sprachen übersetzt.[16]
Pearson ist Hausessayist der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin[24] und war der Herausgeber der Berliner Blogs The Needle.[25][26] Er ist Gründungsmitglied des Künstlerkollektivs 'AGOSTO'.[27]
Auszeichnungen
Im Jahr 2020 wurde er für seine Erzählung „Eine Ikonostase“ mit dem Jacob-Zilber-Preis für Kurzgeschichten (Erster Platz) ausgezeichnet.[28] Die Erzählung wurde 2020 für den Pushcart Prize nominiert.[29]
Publikationen
- Berlin. Reaktion Books, London 2017, ISBN 978-1-78023-719-0.
- My Grandfather's Knife. The History Press, Stroud 2022 / HarperCollins, Toronto 2022, ISBN 978-0-7509-9739-3 / ISBN 978-1-4434-6592-2.
- Sweet Victory: How the Berlin Airlift Divided East and West / The Airlift. The History Press, Stroud 2025 / Pegasus Books, New York 2025, ISBN 978-1-63936-858-7.
- Wer Da? Begegnungen mit Thomas Ostermeier. Alexander Verlag, Berlin, 2026. ISBN 978-3-89581-656-7.
