Josephin Tischner
deutsche Politikwissenschaftlerin und Jugendverbandsfunktionärin, Bundesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken
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Josephin „Josi“[1] Tischner (* 2. Juni 1986)[2] ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Jugendverbandsfunktionärin. Von 2013 bis 2017 war sie Bundesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken (SJD – Die Falken).
Werdegang
Tischner kommt aus dem Landesverband Berlin der Falken und war dort unter anderem Landesvorsitzende,[3] nachdem sie von 2005 bis 2007 Mitglied des Berliner Landesvorstandes von solid – die sozialistische Jugend war.[2] 2013 wurde sie gemeinsam mit Immanuel Benz als erste Frau zur Bundesvorsitzenden der Falken gewählt.[1] 2017 wurden Tischner und Benz durch Jana Herrmann und Alma Kleen als Bundesvorsitzende abgelöst.[4] Innerhalb der Falken sah Tischner ihre Rolle als „Bildungsarbeiterin mit dem Schwerpunkt antisexistische und antirassistische Pädagogik“.[1]
Josephin Tischner war Vorstandsmitglied der SPD-linken Strömung Forum Demokratische Linke 21.[5] Sie ist Vorständin des Sozialistischen Bildungszentrums Haard e. V., der Trägerverein des Oer-Erkenschwicker „Sozialistischen Bildungszentrums – Salvador-Allende-Haus“ ist,[6] und ist Mitglied der SPD und der ver.di.[7]
Tischner studierte Politikwissenschaft.[3] Sie arbeitete einige Monate bei der Ejército Zapatista de Liberación Nacional in Mexiko als Menschenrechtsbeobachterin.[1] Später arbeitete Tischner als Referentin beim DGB-Bildungswerk[8] und ab 2020 als Persönliche Referentin der Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.[7]
Politische Positionen
Die später als verfassungswidrig festgestellte Errichtung von Gefahrengebieten in Hamburg im Januar 2014 kritisierte Tischner als „Einschränkung von Bürger/-innen- und Freiheitsrechten“.[9] Auf dem SPD-Bundesparteitag 2015 forderte Tischner, dass die Bundesrepublik Deutschland Griechenland Reparationen wegen nicht beglichener Zwangsanleihen aus dem Zweiten Weltkrieg zahlen müsse.[10]
Publikationen
- mit Ulf Teichmann und Kai Venohr: Rechtspopulismus als Herausforderung für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit. In: Björn Allmendinger, Joachim Fährmann, Klaudia Tietze (Hrsg.): Von Biedermännern und Brandstiftern: Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft (= Hustedter Beiträge zur politischen Bildung. Band 6). VSA-Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-89965-772-2, S. 164–173.
- mit Immanuel Benz: Mehr als Erinnern. In: Vorwärts. 13. April 2015.